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Unsere aktuelle Ausgabe 1/2017 zum Thema
»Kulturen und Religionen im Gespräch«
mit folgenden Beiträgen:
Zu diesem Heft
Thierry-Marie Courau / Carlos Mendoza-Álvarez
Kulturen und Religionen im Gespräch

Unser Planet besteht aus kulturell und religiös sehr unterschiedlichen Welten. Was geschieht, wenn sie aufeinandertreffen? Wie begegnen sie einander und wie treten sie in einen Dialog ein, wenn doch ihre Denkweise und ihre Wahrnehmung der Welt so verschieden sind? Was geschieht, wenn ein Chinese auf europäisches Denken trifft, wenn er einem Gespräch zwischen Europäern zuhört, die doch von Strukturen der Sprache und des Denkens geprägt sind, die im Lauf vieler Jahrhunderte gewachsen sind? Und umgekehrt? Allgemeiner gesagt: Wie denkt und kommuniziert man in einer partikularen Kultur, in einer besonderen religiösen Tradition, in einer bestimmten Welt? Wie kann man sich anderen verständlich machen? Kann man sie seinerseits verstehen?

Wenn diese in unserer zeitgenössischen globalisierten Welt allgegenwärtigen Fragen angesichts vermehrter und in immer schnellerer Abfolge geschehender Begegnungen uns bedrängen, können sie zu wahren Schockerlebnissen werden, und so werden sie auch für die theologische Forschung und in zahlreichen anderen Bereichen, angefangen bei politischen Überlegungen, außerordentlich wichtig. Denn wenn die verschiedenen Formen der Kommunikation die Menschen mehr und mehr in eine größere Nähe zueinander bringen, dann wird es unaufhörlich neue Konflikte geben, die von den unterschiedlichen Weisen, die Welt wahrzunehmen, verursacht werden. Dies wird zu Ablehnung, zu Ausgrenzung, zum Bau von Mauern führen.
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Leseprobe 1
Carlos Mendoza-Álvarez
Die Entstehung von Rationalität aus dem Widerstand gegen die systemische Gewalt
Fides in statu scientiae: Die theologische Rationalität unserer Väter

Eine der klassischen Definitionen der christlichen Theologie in ihrer griechischrömischen Ausprägung wurde von Thomas von Aquin formuliert: fides in statu scientiae. Er war bekannt für seine wissenschaftliche und metaphysische Stringenz, die die Grundlage einer Theologie bildete, welche auf meisterhafte Weise das Begriffspaar Natur und Gnade miteinander verknüpfte. Es handelte sich hierbei um die Ausdrucksform des intellektuellen Lebens, für das eine weisheitliche Zusammenschau kennzeichnend war, die sich im Lauf von acht Jahrhunderten im Dienste des Glaubensverständnisses im Schoß der Kirche herausgebildet hatte und die die »Sendung des Wortes selbst«, wie Katharina von Siena nach ihm sagen sollte, fortsetzen wollte. Thomas gelang es, die Metaphysik des überströmenden Seins mit der Theologie der Offenbarung zu verbinden, die in Jesus Christus als der Inkarnation des göttlichen Wortes im Schoß der Schöpfung ihre Erfüllung gefunden hatte, um diese Schöpfung ihrer Fülle entgegenzuführen. Das Begriffspaar kenosis – theosis bildete das wissenschaftstheoretische und theologale Gerüst der von Thomas von Aquin verfassten Summa theologiae, die die Kathedrale mittelalterlichen Denkens darstellt.
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Leseprobe 2
Felix Wilfred
Der christliche Glaube und die soziokulturellen Formen der Rationalität
Überlegungen aus Asien

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragAls ich vor ein paar Jahren die Stadt Brixen in Südtirol besuchte – wo Nikolaus von Kues einst Bischof war –, betrat ich das neben der Kathedrale gelegene Kloster. Dort sah ich im Kreuzganggewölbe ein Fresko aus dem 15. Jahrhundert mit einer merkwürdigen Tierdarstellung – einem großen kräftigen Pferd mit Elefantenstoßzähnen, einem Rüssel und zwei riesigen Ohren. Es war verblüffend. Als jemand, der von Kindheit an mit dem Anblick von Elefanten vertraut ist, konnte ich nur lächeln über den Versuch des Künstlers, etwas zu malen, was er selbst nie gesehen hatte – einen Elefanten. Andererseits aber bewunderte ich die Erfindungsgabe und Logik des Malers – Leonhard von Brixen. Um das größte Landtier darzustellen, dachte er logischerweise an das größte Tier, das er selbst kannte, das Pferd, und fügte dann das hinzu, was er vermutlich in Beschreibungen von Elefanten gefunden hatte: zwei Stoßzähne, zwei große Ohren und einen langen Rüssel. Aus der Sicht des Künstlers ist die Rekonstruktion der Erscheinung völlig logisch und vernünftig, zugleich aber klafft ein tiefer Graben zwischen dem Bildnis und dem wirklichen Elefanten!
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Leseprobe 3
Bruno Cadoré
Der Dialog als Hoffnung auf Wahrheit

Domingo de Guzman wollte eine Gemeinschaft von »Predigern« formen. Die grundlegende Vorstellung von dem Orden, den er gründen wollte, war es also, seine Mitglieder »weit hinaus zu schicken«. Dabei ging es um die Aussendung in die Universitätsstädte, wo sie studieren sollten. Das bedeutete, sie auf die Straßen Europas zu schicken und, wenn möglich, Menschen zu erreichen, die nicht denselben Glauben hatten. Und er beauftragte sie, überall dort »Konvente zu gründen«, das heißt, sie sollten in den fremden Ländern nicht um gastliche Aufnahme bitten, sondern das Fremdbleiben als Konsequenz ihres Aufbruchs verstehen.

Wie können die so unterschiedlichen kulturellen und religiösen Welten, die es auf unserem Planeten gibt, einander begegnen und einen Dialog beginnen, wo doch ihre Denkansätze und ihre Wahrnehmung der Welt sich so sehr voneinander unterscheiden? Selbst wenn diese Problemstellung für einen Menschen des Mittelalters wie Domingo de Guzman anachronistisch erscheinen mag, so scheint mir, dass diese Gründungsinitiative, von der ich soeben gesprochen habe, es nahelegt, eine Antwort darauf zu formulieren, wobei ich von mehreren Elementen ausgehe: weggehen, einander begegnen, studieren, Wohnung nehmen und bleiben. Und zweifellos auch wieder weggehen … Und mit diesen vier Verben ist auch etwas gesagt über das Denkvermögen und seine Beziehung zur Wahrheit.

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Professor dr. Hildegard Warnink, dean of the Faculty of Canon Law, and professor dr. Felix Wilfred, president of the Board of Directors of Concilium, have the honour to invite you for the presentation of the volume

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