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Concilium stellt sich vor

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Inhaltsverzeichnis
ZU DIESEM HEFT

CATHERINE CORNILLE, DANIEL FRANKLIN PILARIO UND MILE BABIĆ
Muslimisch-christlicher Dialog. Zeichen der Hoffnung
THEMA: Muslimisch-christlicher Dialog – Zeichen der Hoffnung
PIM VALKENBERG
Nostra Aetate und Begegnungen in Freundschaft

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Dieser Artikel beschreibt die Entwicklung des offiziellen christlich-islamischen Verhältnisses im internationalen »Dialog der Diplomatie« während der zurückliegenden fünf Jahrzehnte seit Nostra Aetate. Die freundschaftlichen Beziehungen, die sich über die Jahre entwickelt haben, sind gewiss hoffnungsvolle Zeichen für ein besseres Miteinander, auch wenn die politischen Entwicklungen oft einen ganz anderen Eindruck erwecken.

VEBJØRN L. HORSFJORD
A Common Word between Us and You – ein Hoffnungsträger

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Das Dokument A Common Word Between Us and You [dt: Ein Wort zwischen Uns und Euch] wurde von einer breiten Menge muslimischer religiöser Oberhäupter und Wissenschaftler im Oktober 2007 veröffentlicht. Basierend auf dem Doppelgebot der Liebe zu Gott und dem Nächsten lud es christliche Kirchenoberhäupter ein, in Dialog mit ihnen zu treten. Viele Kirchenoberhäupter folgten begeistert dieser Einladung, und in den folgenden Jahren trug die muslimische Initiative Früchte in Form von zahlreichen muslimisch-christlichen Konferenzen und kooperativen Projekten auf der ganzen Welt, an der sich eine ebenso breite Menge an Christen beteiligte, von Orthodoxen bis hin zu Evangelikalen. Das Dokument hat eine interreligiöse Zusammenarbeit über die muslimisch-christliche Verbindung hinaus initiiert und wird das wohl auch noch in der Zukunft tun.

JOSHUA RALSTON
Migration als Kairos-Moment für den protestantischmuslimischen Dialog

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Dieser Essay untersucht, wie die Migrationskrise von 2015 den Kirchen in Europa ein »Kairos«-Moment bescherte, das eine neue theologische Reflexion über den Islam und soziales Handeln an der Seite der Muslime erforderte. Die Ergebnisse meiner Untersuchung zeigen, dass sich die ersten Kommentare und öffentlichen Äußerungen der Kirchen im Jahr 2015 sehr wenig auf den Islam und die Muslime konzentrierten, daher argumentiere ich nun, dass die Kirchen es versäumt haben, politische Appelle in Frage zu stellen, die das Christentum als in einen wiederkehrenden Kampf mit dem Islam verwickelt darstellten. Anhand einer Untersuchung von drei Dokumenten der protestantischen Kirchen, die 2018 veröffentlicht wurden, zeigt der Essay ferner auf, wie mehr Kirchen begonnen haben, die populistische Rhetorik infrage zu stellen und darüber hinaus anfingen, sich mit der Herausforderung des christlich-muslimischen Dialogs sowie der Forderung nach neuen christlich-theologischen Auseinandersetzungen mit Bezug auf den Islam zu beschäftigen.

WILLIAM SKUDLAREK
Monastisch-muslimischer Dialog

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Vor ungefähr 50 Jahren forderte Sergio Kardinal Pignedoli das Mönchtum auf, sich aktiver am interreligiösen Dialog zu beteiligen, weil es „eine Brücke“ sei, „die alle Religionen verbindet“. 1995 sprach sich Dom Christian de Chergé, Prior des Klosters Notre Dame de l’Atlas, für eine Ausweitung des monastischen Dialogs auf die Muslime aus und erläuterte, inwiefern Mönche von einem solchen Dialog profitieren und dazu beitragen könnten. Seit 2011 gibt es neben Begegnungen im Rahmen eines lokalen monastisch-muslimischen Dialogs einen fortgesetzten Dialog zwischen katholischen Ordensleuten und iranischen Schiiten. Im Hinblick auf eine Ausweitung des monastisch-muslimischen Dialogs in Afrika ist die Zukunft vielversprechend.

CHRISTIAN S. KROKUS
Martyrium und Hoffnung im muslimisch-christlichen Dialog

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Liegt im Konzept des Martyriums ein Zeichen der Hoffnung für den muslimisch-christlichen Dialog? In seinem Testament besteht Christian de Chergé darauf, dass ihm sein Leben nicht genommen wurde, sondern dass er es Gott für seine muslimischen Nächsten gegeben habe. Seine Haltung, die sich Johanna von Chantals Kategorie des »Martyriums der Liebe« zu eigen macht, legt Nachdruck auf tägliche Akte des Dienstes und der Hingabe sowohl im Kloster als auch in der muslimischen Umgebung. Das Zeugnis von Tibhirine enthält Hinweise darauf, dass man außergewöhnliches Leiden und Tod weder naiv noch zynisch deuten muss, sondern als Kommunikation theologischer Hoffnung verstehen kann, wie sie auch von anderen wie Paolo Dall’Oglio, Frans van der Lugt und Jaques Murad fortgesetzt wurde.

ALBERTUS BAGUS LAKSANA
Zeichen der Hoffnung für die christlich-muslimischen Beziehungen in Indonesien

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Die gegenwärtige indonesische Gesellschaft ist von einer konservativen Kehrtwende unter den Muslimen geprägt. Das betrifft sowohl den privaten Bereich als auch den öffentlichen Raum einschließlich der Identitätspolitik. Diese Entwicklung hat ihre Auswirkungen auf die Beziehung zwischen Christen und Muslimen. In bestimmten Kreisen gibt es ein zunehmendes Gefühl gegenseitiger Entfremdung zwischen den beiden Glaubensgemeinschaften. Doch diese tödliche Spannung führt unter der Mehrheit der Muslime auch zu intensiven und aufeinander abgestimmten Anstrengungen, eine programmatische Vision eines inklusiven Islam innerhalb des Bezugsrahmens der indonesischen Nation als gemeinsamer Basis für das Gemeinwohl voranzutreiben. Die christlichen Gemeinden ihrerseits haben darauf ebenfalls reagiert, indem sie ein inklusiveres und kontextuelles Engagement für Muslime und andere religiöse Traditionen innerhalb des Bezugsrahmens des Gemeinwohls und eines inklusiven Nationalbewusstseins entwickelt haben.

KLAUS VON STOSCH
Akademische Zusammenarbeit in Deutschland

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

In Deutschland wird die islamische Theologie immer mehr in die akademischen Programme öffentlicher Universitäten integriert. Der Autor versucht zu zeigen, wie diese Entwicklung die christliche Theologie herausfordert und wie sie eine Neugestaltung der muslimischen Gemeinden in Deutschland bewirkt. Darüber hinaus eröffnet diese Entwicklung neue Möglichkeiten christlich-muslimischer Beziehungen – einschließlich neuer Formen vergleichender (komparativer) Theologie.

LAURIE JOHNSTON
Die Dialogschule in Belgien

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Wo findet – von den Treffen hochrangiger Kleriker oder Wissenschaftler einmal abgesehen – ein echter muslimisch-christlicher Dialog heute statt? Trotz aller Spannungen und Vorurteile gibt es innerhalb der belgischen Gesellschaft dennoch Räume, wo gewöhnliche Muslime und Katholiken einander begegnen und sinnvoll über den Glauben sprechen können. Diese Räume werden nicht selten von katholischen Schulen bereitgestellt. Angesichts der wachsenden Anzahl muslimischer Schülerinnen und Schüler und muslimischer Studierender haben katholische Schulen und Universitäten in Belgien ihren Sendungsauftrag überdacht und neue Formen der Religionserziehung entwickelt, zu denen auch das Modell der Dialogschule in Flandern gehört. Wenngleich solche Veränderungen eine Herausforderung darstellen und nicht selten Proteste auslösen, könnten sie auf längere Sicht zu einem authentischeren Verständnis der katholischen Identität und Sendung in einer pluralistischen Gesellschaft führen.

CLAUDIO MONGE OP
Basisinitiativen zum interreligiösen Dialog in der Türkei

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Der interreligiöse Dialog hat in der Türkei seit den achtziger Jahen eine seltsame und bisweilen ein wenig schizophrene Abwechslung zwischen originellen und in ihrer Art ziemlich einzigartigen Initiativen und Perioden großer Schwierigkeiten erlebt, die verursacht wurden durch Wechselfälle des politischen Lebens, die sich auf die interreligiösen Beziehungen auswirkten. Nach dem fehlgeschlagenen Versuch eines Staatsstreichs im Jahre 2016 war die Ächtung der Mitglieder der islamischen Bewegung Hizmet (= Dienst), die in der Türkei seit dem Ende der siebziger Jahre das Entstehen von 80 Prozent der Initiativen und dem Dialog dienenden Plattformen beschleunigt hatte, ein schwerer Schlag für die mehr institutionelle Art des interreligiösen Dialogs. Sie hat allerdings das Entstehen von vielleicht weniger spektakulären, aber dafür engmaschigeren Initiativen begünstigt.

MARINUS CHIJIOKE IWUCHUKWU
Zusammenarbeit für den Frieden in Nigeria

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Nach Jahrzehnten der Konflikte zwischen Christen und Muslimen gibt es heute eine wachsende Anzahl von Projekten der muslimisch-christlichen Zusammenarbeit, die für ein friedliches Zusammenleben in Nigeria eintreten. Dieser Artikel wirft einen genaueren Blick auf einige dieser neuen Initiativen, aber auch auf einige ähnlich gelagerte Organisationen, die entweder von der Regierung eingerichtet wurden oder als NGOs in verschiedenen Teilen von Nigeria arbeiten, um gewalttätige muslimisch-christliche Konflikte abzumildern oder zu beenden. Wie gehen diese Organisationen und die aufblühenden Initiativen, die für gesunde christlich-muslimische Beziehungen arbeiten, mit den existierenden Vorurteilen und Feindseligkeiten zwischen Christen und Muslimen um? Und auf welche Weise können die intereligiösen Beziehungen noch weiter verbessert und fruchtbarer gemacht werden? Diesen und anderen Fragen geht der Artikel nach.

JEAN DRUEL
Gastfreundschaft und Gegenseitigkeit in Ägypten

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Dieser Artikel reflektiert meine Feldbeobachtungen und Interaktionen mit ägyptischen Studenten und Wissenschaftlern, sowohl am IDEO (Dominican Institute for Oriental Studies/Dominikanischen Institut für Orientalistik) als auch unseren Partnerinstituten in Kairo (zwei Fakultäten der University of al-Azhar, dem Büro des Großimams, der World Association of al-Azhar Graduates, dem Manuscript Institute of the Arab League und der Amerikanischen Universität). Nach den Gräueltaten die vom Daesh1; dem sogenannten und selbsternannten Islamischen Staat, verübt wurden, der sich 2006 gründete, wandten sich junge, gebildete Studenten, die den Islam nicht ganz aufgeben wollten, religiösen Minderheiten und den zeitgenössischen Humanwissenschaften2 zu, um den Islam wieder gesellschaftsfähig zu machen. Diese zweiseitige Tendenz ist in Ägypten seit 2014 deutlich zu beobachten. Anmerkungen: 1 »Daesh«, oder Dāʿish in Arabisch, ist ein Acronym von al-Dawla al-Islāmiyya fī al-ʿIrāq wa-l-Shām, dem »Islamsichen Staat im Irak und der Levante«. 2006 im Irak in Opposition zum existierenden Staatsgefüge ausgerufen, wurde er schließlich 2014 zum Kalifat erklärt. 2 In diesem Artikel umfasst dieser Ausdruck verschiedene Disziplinen, darunter auch solche, die zu den Geisteswissenschaften zählen. Ich habe mich trotzdem zum Erhalt der wörtlichen Übersetzung der »human sciences« entschlossen, weil ich diesen Ausdruck für umfassender halte und ein einzelner Ausdruck die Leseleichtigkeit erhöht. (Anm. d. Übers.)

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragDANIEL A. MADIGAN
Eine gemeinsame Sehnsucht nach einer universalen Vision

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Der Islam und das Christentum sind das, was Miroslav Volf “einander widerstreitende partikuläre Universalismen” nennt. Um diesem zuinnerst eingeschriebenen Gegensatz zu entgehen, tendieren wir dazu, die jeweiligen universalen Ansprüche des anderen zu ignorieren oder unsere Besonderheiten zu überspielen und zu behaupten, dass alle Religonen “in Wirklichkeit”ein und dieselben sind. Keine dieser beiden Strategien ist erfolgreich, und wir verzweifeln daran, vielleicht niemals unserer Konfrontation zu entkommen. Zeichen der Hoffnung werden sichtbar, wenn wir sowohl die Besonderheiten unserer jeweiligen Traditionen als auch die tiefe gemeinsame Sehnsucht nach einer universalen Vision anerkennen. Das Gegeneinander kann in ein Miteinander-Streiten um die großen Fragen nach Gott und der Menschheit verwandelt werden.

ASMA AFSARUDDIN
Eine gemeinsame Kultur der Gerechtigkeit und Versöhnung

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Auf den ersten Blick gibt es genügend Gründe, pessimistisch auf die zukünftige Entwicklung der christlich-muslimischen Beziehungen zu blicken. Extremistische Rhetorik und Verhaltensweisen in Teilen der muslimischen Welt, wie sie sich bei militanten Gruppen wie dem IS und den Taliban zeigen, machen weiterhin Sorgen. In westlichen Gesellschaften mit einem christlichen Erbe machen mächtige rechtsextreme Gruppen weiterhin Stimmung gegen Einwanderer und schüren in großen Teilen Europas und der USA marktschreierisch die Angst vor dem Islam. Das sind wahrlich keine guten Aussichten. Doch, so argumentiert dieser Artikel, ein solches trostloses Bild übergeht den guten Willen so vieler Menschen in diesen Gesellschaften, die sich täglich bemühen, diese Muster umzukehren und den Boden zu bereiten für ein besseres Verstehen und eine bessere Verständigung mit den »Anderen«. Sie weigern sich, vor dem Hass zu kapitulieren, und pflegen dagegen eine Kultur der Gerechtigkeit und der Versöhnung. Sie versorgen uns mit Hoffnung – etwas, das in der christlichen wie der muslimischen Tradition dringend gebraucht wird.

THEOLOGISCHES FORUM
STEPHEN OKEY
Wer ist am digital geführten theologischen Gespräch beteiligt?

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Wenn Theologie als eine öffentlich wirksame Disziplin in der heutigen Welt Sinn haben soll, müssen Theologen sich der Bedeutung der digitalen Technologie bewusst sein, welche das öffentliche Gespräch heute prägt. Wie Sherry Turkle und Stig Hjarvard betont haben, vermitteln digitale Kommunikationstechnologien mehr und mehr den Austausch zwischen einzelnen Menschen und in der gesamten Gesellschaft. Und so haben sie großen Einfluss auf die Einstellungen und das praktische Verhalten der Menschen. Darum muss die Theologie die doppeldeutigen Auswirkungen des Digitalen auf die am öffentlichen Gespräch Beteiligten, die insulare Situation der Gesprächsgemeinschaften und die Bedeutung der spirituellen Disziplinen im Umkreis des theologischen Gesprächs kritisch überdenken.

KATHERINE G. SCHMIDT
Millenials und öffentliche Theologie im Digitalen Zeitalter

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Die Theologen unter den Millenials gehen ihre theologischen Reflexionen mit einer einzigartigen Aufmerksamkeit für die Effekte der digitalen Kultur auf das theologische Projekt an. Damit verändern sich sowohl ihre Methoden als auch ihre Untersuchungsgegenstände; theologische Überlegungen im digitalen Zeitalter schließen sowohl lehramtliche Auswirkungen auf den Inhalt als auch auf die Form ein.

REZENSIONEN
Hille Haker, Towards a Critical Political Ethics. Catholic Ethics and Social Challenges, Basel: Schwabe/Würzburg: Echter 2020

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