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Inhaltsverzeichnis
ZU DIESEM HEFT

DIEGO IRARRÁZAVAL – ANDRÉS TORRES QUEIRUGA – MILE BABIĆ – FELIX WILFRED
Theologie in Stille
THEMA: Schweigen und Stille
FRANÇOIS CASSINGENA-TRÉVEDY
Götterdämmerung. Eine Bestandsaufnahme der Stille

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Läuft man nicht Gefahr, die Stille zu stören, wenn man über sie spricht? Und doch sind es unsere Worte – die gewählten Worte der Dichtung und die Klänge der Musik –, die sie ins Dasein rufen. Die echte Stille ist eine »logische« Stille, insofern sie zugleich die Quelle und die Mündung einer wahrhaft menschlichen Sprache ist. So, wie es eine große »archäologische« Stille gibt, nach der sich der Mensch unaufhörlich zurücksehnt, so gibt es auch eine große eschatologische Stille, die er zum Horizont seiner religiösen Suche und Seligkeit macht. Zwischen diesen großen absoluten Stillen, die die beiden Pole seiner tiefsten Sehnsucht – der nach den Ursprüngen und der nach dem Ziel – markieren, liegen die kleinen, »relativen« Stillen des täglichen Lebens: Als Gefährtin der Einsamkeit ist die Stille vor allem das unentbehrliche Salz jeder geglückten menschlichen Beziehung, da sie dem anderen die Zeit gibt, sich in seiner Andersheit zu manifestieren, und ihm das Wort erteilt; sie ist der Zwischenraum, in dem der andere stattfindet. Dies ist die Stille der »Konversation«, der in der heutigen Kultur der triebhaften und leeren Kommunikation die ökologische Katastrophe droht.

WERNER G. JEANROND
Die Liebe und das Schweigen

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

In diesem Artikel geht es um das Bedürfnis nach Schweigen und um das Bedürfnis, das Schweigen in den unterschiedlichen und doch miteinander verknüpften, von Liebe geprägten Beziehungen zu überwinden – in der Nächstenliebe, der Liebe zu Gott, zum von Gott geschaffenen Universum und zu mir selbst, der ich mich entwickle. Diese Beziehungen werden der Reihe nach betrachtet und einige der Schätze der christlichen Tradition erkundet, und es soll ergründet werden, wann die Beachtung des Andersseins des Anderen danach verlangt, das Schweigen zu kultivieren – oder zu brechen.

SEBASTIAN PAINADATH
Die verändernde Kraft der kontemplativen Stille

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Innere Stille wird in allen Religionen als menschliche Übung und göttliche Gnade geschätzt. Die Stille schärft das Bewusstsein, schwingt sich in die geheimnisvolle Dimension Gottes ein, und in ihr findet die göttliche Gegenwart in der Welt einen Nachklang. In diesem Beitrag werden die Phasen des inneren Prozesses hin zur Stille des Herzens erkundet. Wie wird die Stille in den spirituellen Traditionen Indiens verstanden und praktiziert? Und schließlich liegt das Augenmerk im Artikel auf drei Aspekten, durch die die Dimension der kontemplativen Stille in der christlichen Spiritualität stärker vertieft werden kann.

PIERANGELO SEQUERI
Spiritualität des Schweigens

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Das Christentum der Frühzeit wertet das Ideal der schweigenden Betrachtung als die Höchstform der Spiritualität und des Gebetes. Das Christentum ist also sensibel für die Innenseite der gottesdienstlichen Praxis. Seine Feier des Geheimnisses in der Eucharistie hat ihren Ort aber notwendigerweise in einer „Klangszene“. Die Erfindung der christlichen Musiktheologie (Augustinus) wird aber dann den Weg öffnen zu einer neuen Deutung des Zusammenhangs zwischen innerlichem Schweigen und stimmlich zum Ausdruck kommenden Beten, zwischen dem im Glauben vollzogenen Hören und dem Antworten. Die Wiederaufnahme dieser Hermeneutik der christlichen Liturgie, verstanden als „performatives Schweigen“, ist auch für nichtkirchliche Zeitgenossen von Interesse.

DŽEVAD KARAHASAN
Homo silens

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Der Text geht von der Feststellung aus, dass die Literatur erst Anfang des 20. Jahrhunderts mit „theoretischer Kompetenz“, d.h. künstlerisch reif das Schweigen als ein Ausdrucks- und Gestaltungsmittel zu verwenden beginnt. Kurze Überlegungen zur Natur des Schweigens und zu seiner Beziehung zur Sprache und zur Rede führen zum Schluss, dass das Schweigen ein wichtiges differentielles Merkmal des Menschen als Spezies darstellt, denn nur Menschen können das Schweigen als ein Ausdrucksmittel verwenden. Vielleicht ist das Schweigen sogar eher als das Sprechen ein differentielles Merkmal des Menschen, denn viele Tiere sprechen bzw. geben Laute von sich und verständigen sich in irgendeiner Sprache. Aber kein anderes Wesen besitzt die Fähigkeit, sich durch das Schweigen mitzuteilen, durch die Abwesenheit von Worten zu sprechen. Am Ende kehrt der Text wieder zur Literatur zurück und endet mit der Frage, warum die Literatur das Schweigen erst so spät entdeckt hat, ohne auf diese Frage jedoch eine Antwort zu geben.

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragMICHAEL AMALADOSS
Das Schweigen und Gott

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Gott scheint zu schweigen, wenn Menschen wie Jesus oder Ijob ihn mitten im Leiden anrufen. Manchmal müssen Menschen schweigen, auch wenn sie über Gott sprechen wollen, weil sich Gott mit den Sinnen und dem begrifflichen Denken nicht erfahren lässt. In der Mystik herrscht Gewissheit, dass Gott über alles hinausgeht, was wir über ihn sagen können. Deshalb können wir vor Gott nur schweigen. Auch in den Traditionen Chinas und Indiens wird ein derartiger epistemologischer Apophatismus vertreten. Im Buddhismus geht man dabei wohl noch einen Schritt weiter und behauptet sogar einen »ontologischen Apophatismus«, weil es hier weder ein festgelegtes Objekt gibt, über das man sprechen könnte, noch ein festgelegtes Subjekt, das selbst sprechen könnte. Also herrscht Schweigen.

FRÈRE JOHN
Ein Durst nach Stille. Die Taizé-Erfahrung

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Jahr für Jahr empfängt die ökumenische Mönchsgemeinschaft Taizé in Frankreich Zehntausende junger Erwachsener zu wochenlangen Treffen des Gebets und des Nachdenkens über die Quellen des christlichen Glaubens. Die Erfahrung der Stille ist ein wichtiger Aspekt dieser Treffen. Der vorliegende Beitrag befasst sich mit den Ursprüngen und der Funktion der Stille im Leben der Brüder von Taizé sowie mit der Frage, welche Bedeutung sie für die jungen Pilger hat, die die Communauté besuchen. Anders, als man es in einer lärmerfüllten Welt vielleicht erwartet, fühlen sich die jüngeren Generationen von der gemeinschaftlichen Erfahrung der Stille angezogen und herausgefordert.

ROSA RAMOS
Stille: Heiliger Ort des Hinhörens

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Dieser Beitrag wendet die Methode „Sehen – Urteilen – Handeln“ an, die der lateinamerikanischen Theologie so wichtig ist. Er beschreibt die gegenwärtige abendländische Kultur und zeigt, wie sie durch Reizüberflutung taub wird; ebenso zeigt er die Prostitution des Wortes und die Suche nach Stille als Askese auf. Um es in der Symbolspracche der Bibel auszudrücken: Es tut not, dass ein Engel unsere unreinen Lippen mit heißer Glut berührt, um würdige Propheten Gottes zu werden. Die Stille ist diese reinigende Glut. Das Nachdenken setzt sich dann mithilfe der theologischen Anthropologie Karl Rahners fort: Wir Menschen sind die »Hörer des Wortes« aufgrund unserer Struktur der Offenheit. Gott spricht unablässig, alles ist Offenbarung für diejenigen, die die Aufmerksamkeit der Augen, der Ohren und der Haut pflegen. Stets ist es Zeit, den Weg des Lernens des Propheten Elija einzuschlagen. Die Stille ist der heilige Ort des Hinhörens, an dem wir Gottes Ruf und Sendung entgegennehmen. Schließlich werden verschiedene existenziale Dimensionen des Handelns aufgezeigt. Das echte Wort entspringt der Stille und muss in der Stille empfangen werden, um eine authentische Antwort hervorzurufen. Zwischen Mystik und Engagement vollführt die Poesie ihren Tanz. Und das Leben wird in Fülle und Überfluss gefeiert.

JUTTA KOSLOWSKI
»Mother, I Hear Your Heart Beat ...« Stille als Hören auf Gott und seine Schöpfung. Stille als Hören auf Gott und seine Schöpfung

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

In diesem Essay möchte ich die Stille als einen Weg des Hörens beschreiben – des Hörens auf die eigene innere Stimme, auf die Stimme Gottes und auf den Herzschlag der Erde, unserer Mutter. Ich tue dies, indem ich über meine persönlichen Erfahrungen mit verschiedenen neuen Formen des Gebets und des monastischen Lebens nachdenke, u.a. während einer Pilgerreise durch das Heilige Land, eines Aufenthaltes in einem franziskanischen Kloster, einem Besuch in der Iona-Gemeinschaft in Schottland und bei der alltäglichen Praxis im der ökumenischen Gemeinschaft »Kloster Gnadenthal«, in der ich seit 2010 lebe. In Gnadenthal führen wir ein »Haus der Stille« und bieten zu allen Jahreszeiten »Stille Wochenenden« an, an denen ich regelmäßig teilnehme. Stille kann beschrieben werden als eine Lebensweise der Entwicklung neuer Sensibilität für das Seufzen der Schöpfung und für das uinaufhörliche Wirken des Heiligen Geistes in allem Sein (als creatio continua).

JÜRGEN EBACH
Schweigen und Stille in der Bibel. Eine kurze Einleitung und sieben Miniaturen

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Der Beitrag geht an alt- und neutestamentlichen Beispielen verschiedenen und auch gegensätzlichen Formen des Schweigens und der Stille nach. Zum Leittext wird dabei Koh 3,7: »Es gibt eine Zeit zu schweigen und eine Zeit zu reden.« Es gibt ein angepasstes, aber auch ein widerständiges Schweigen. Es gibt ein kommunikatives Schweigen und es gibt ein lähmendes Schweigen. In den Blick kommt auch der Versuch, Menschen, vor allem Frauen, zum Schweigen bringen. Es gibt die Klage gegen das Schweigen, aber es gibt auch das Schweigen gegen die Anklage. Zuweilen ist die Beziehung zwischen Gott und den Menschen von Schweigen und Stille geprägt. Die biblischen Texte beleuchten, einander ergänzend, aber einander auch ins Wort fallend, die Frage, wann es des Wortes bedarf und wann Schweigen und Stille an der Zeit sind.

THEOLOGISCHES FORUM
MICHAEL J. SCHUCK
Laudato si’ – Die Enzyklika von Papst Franziskus
 
JORGE COSTADOAT
Theologie und Universität
 
PETER HÜNERMANN
Die Freiheit der Wissenschaft – die Theologie und das römische Magisterium
 
REZENSIONEN
Thomas Merton: Meditationen eines Einsiedlers. Über den Sinn von Meditation und Einsamkeit
Henri Nouwen: Ich hörte auf die Stille. Sieben Monate im Kloster
Jürgen Ebach: Beredtes Schweigen. Exegetisch-literarische Beobachtungen zu einer Kommunikationsform in biblischen Texten

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