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Zu diesem Heft DOI: 10.14623/con.2015.2.133-137
Solange Lefebvre / Maria Clara Lucchetti Bingemer / Silvia Scatena
Junge Katholiken verändern die Kirche
Diese Ausgabe beginnt mit guten Nachrichten über die jungen Erwachsenen im Jahr 2015: Sie haben Stimmen. Und sie sprechen laut und deutlich. Einer von ihnen, Kevin Ahern, schrieb uns: »Es gibt ein Narrativ in Europa und Nordamerika (und anderswo), das behauptet, junge Katholiken interessierten sich nicht für das II. Vaticanum. Die Schlachten der 68er seien geschlagen und die CONCILIUM-Bewegung sei etwas für ältere Generationen. Tatsächlich aber sind CONCILIUM und das II. Vaticanum auch für junge Wissenschaftler von heute noch immer wichtig.«

Vor vierzig Jahren, im Jahr 1975, brachte CONCILIUM ein Heft heraus mit dem Titel Die jungen Menschen und die Zukunft der Kirche. Es schlug von Anfang an einen dramatischen Ton an, indem es feststellte, dass die jungen Erwachsenen nicht in die Kirche integriert seien, dass sie ernüchtert seien und sich darum von der Kirche entfernt hätten – auch wenn Jesus Christus auf sie noch immer eine gewisse Anziehungskraft ausübte. In aller Regel waren sie »kirchenlose Christen«.

Wenn man heute die Einleitung zu dem Heft von 1975 liest, könnte man auch meinen, sie sei im Jahr 2015 geschrieben worden: Da ist die Rede vom zunehmenden Unglauben unter jungen Erwachsenen, vom Scheitern der Glaubensübermittlung an sie, vom Rückgang der Berufungen zum Ordensleben und zum Priesterberuf, vom zunehmenden Alter der kirchlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie von der kulturellen und spirituellen Marginalisierung der Kirche im Denken der jungen Erwachsenen. Diese Ähnlichkeiten zwischen 1975 und 2015 legen es nahe, zwischen »Alter« und »Generationen« zu unterscheiden. Manche halten in ihren frühen Erwachsenenjahren Distanz zur Kirche, finden aber im Laufe ihres Lebens wieder Anschluss an die kirchliche Sphäre. Die Altersgruppe zwischen Kindheit und Erwachsensein mag in bestimmten Bereichen des kirchlichen Lebens nicht vertreten sein, doch das heißt keineswegs, dass die betreffenden Menschen ihr ganzes Leben über abwesend sein werden. Interessanterweise erwähnt die Einleitung von 1975, dass die Herausgeber des Hefts damals große Schwierigkeiten hatten, junge Autoren zu finden, die Interesse daran zeigten, über die Kirche zu schreiben. Die einzigen, die sie auftreiben konnten, stammten aus Europa.

Zehn Jahre später, 1985, befasste sich eine Ausgabe von CONCILIUM mit der großen Wirtschaftskrise, mit der junge Erwachsene konfrontiert waren. Das Heft trug den sorgenvollen Titel Jugend ohne Zukunft?, inspiriert von der Rockgruppe »The Sex Pistols« und deren Song No Future, der zu einem Slogan geworden war. Von den Vereinten Nationen war jenes Jahr zum »Internationalen Jahr der Jugend« ausgerufen worden und hatte erstmals einen »Internationalen Tag der Jugend« im Kalender. Papst Johannes Paul II. lud junge Erwachsene aus aller Welt zu einem Treffen mit ihm auf den Petersplatz ein, was zugleich der Startschuss für die katholischen Weltjugendtage war.

Das CONCILIUM-Heft Jugend ohne Zukunft? konzentrierte sich indessen vor allem auf die hohe Rate der Jugendarbeitslosigkeit. Es bezog sich auf Umfrageergebnisse zur Unsicherheit Jugendlicher hinsichtlich ihrer Zukunft, insbesondere mit Blick auf die Umwelt und die Angst vor einem Atomkrieg. Auch dieses Heft wies wieder auf den Graben zwischen der jungen Generation und der Kirche in vielen Ländern hin.

Weitere 30 Jahre später widmen wir uns erneut diesem Thema – im frühen 21. Jahrhundert, fünfzig Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Neben einigen erfahrenen Theologen und Theologinnen melden sich in dieser Ausgabe nun auch etliche junge Akademiker und Theologen zu Wort. Dieses Mal, so scheint es, waren sie wesentlich leichter zu finden als 1975 oder 1985. Vielleicht liegt es daran, dass die Situation der Jugend inzwischen auch einen Platz in den Schullehrplänen hat und als fundamentale Ausgangslage gesehen wird, für deren Verständnis man sich durchaus aussprechen kann – was in vergleichbarer Weise auch für klar identifizierbare Minderheiten, Frauen und Homosexuelle der Fall ist. Fordern wir nicht unsere jungen Studentinnen und Studenten in Nord wie Süd regelmäßig dazu auf, die eigene Lebenssituation zum Ausgangspunkt ihres Nachdenkens zu nehmen? Und versuchen gesellschaftliche Initiativen und Verbände heute nicht alle, einen Jugendausschuss in den Strukturen ihrer Organisationen zu etablieren?

Wie aber sieht das Theologietreiben der jungen Menschen aus? Glauben sie, heute auf globaler Ebene mehr Einfluss zu haben, insbesondere in der Kirche? Wie und wo sehen sie ihren Platz in der Kirche? [...]


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