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Regina Ammicht Quinn / Luiz Carlos Susin / Lisa Sowle Cahill
„Eine Vertrauensbeziehung zerstören”: allgegenwärtige Korruption
„Korruption ist eine heimtückische Seuche, die ein breites Spektrum von Wirkungen aufweist, die die Gesellschaft zersetzen. Sie untergräbt die Demokratie und die Herrschaft des Gesetzes, sie führt zu Menschenrechtsverletzungen, wirkt marktverzerrend, beeinträchtigt die Lebensqualität und lässt das organisierte Verbrechen, den Terrorismus und andere Bedrohungen für die Sicherheit der Menschen ins Kraut schießen.“ (UNO-Generalsekretär Kofi Annan anlässlich der Verabschiedung der UN-Konvention gegen Korruption, 2004)

Transparency International, eine internationale gemeinnützige Organisation, die Korruption weltweit bekämpft, beschreibt Korruption als „den Missbrauch anvertrauter Macht für privaten Nutzen” (2009).

Korruption ist eine Transaktion im gesellschaftlichen Bereich, näherhin ein Austausch von „Gütern”, der gegen die üblichen und allgemein akzeptierten gesellschaftlichen Normen verstößt, dem es an Transparenz mangelt und der mit Vorteilen für Beteiligte verbunden ist, die in irgendeiner Weise über Autorität oder Macht hinsichtlich der Bedingungen der Transaktion verfügen. Was allerdings in dem einen Land, der einen Kultur oder einer bestimmten Situation als „korrupt” gilt, wird in einem anderen Land, einer anderen Kultur oder einer anderen Situation möglicherweise nicht so bewertet. An welchem Punkt zum Beispiel eine übliche oder traditionelle Bestätigung von Beziehungen durch Geschenke in Korruption umschlägt, ist anscheinend von Kultur zu Kultur unterschiedlich, und es ist schwer, im Einzelfall zu urteilen. Auf diese Weise bleiben große Grauzonen bestehen, in denen die Logik gegenseitiger Geschenke und die Logik der Macht und ihres Missbrauchs für private, gemeinschaftliche oder nationale Vorteile – seien diese nun materiell oder immateriell – ineinander übergehen und verschwimmen.

Korruption hat eine Vielzahl unterschiedlicher Aspekte: Sie kann unter anderem als Bestechung, Unterschlagung, Diebstahl, Betrug, Erpressung, Geheimnismissbrauch, Günstlingswirtschaft oder Nepotismus in Erscheinung treten. Es gibt Definitionen, die entweder den Markt, öffentliche Ämter oder das öffentliche Interesse zum Ausgangspunkt haben. Es gibt Polizisten, die sich nebenbei als Entführer betätigen, Richter, die Freisprüche verkaufen, Lehrer, die Noten gegen Geld vergeben, Staatspräsidenten, die den Ausverkauf der Ressourcen ihrer Länder betreiben und den Gewinn einstreichen, Ärzte, die gegen Gefälligkeiten behandeln, und Priester, die „um des höheren Wohls der Kirche willen” ihre des Kindesmissbrauchs schuldigen Amtsbrüder beschützen.

All diese unterschiedlichen Gestalten und Praktiken der Korruption haben eine verheerende Wirkung. Obwohl Korruption in reichen und armen Ländern gleichermaßen existiert, hat sie in den armen Ländern ihre schlimmsten Auswirkungen. Ihre Größenordnung kann ganz einfach ökonomisch bestimmt werden. Nicht weniger wichtig sind ihre politischen und gesellschaftlichen Kosten. In den letzten Jahren wurde auch immer deutlicher, dass die Umwelt aufgrund von unkontrollierter Ausplünderung natürlicher Ressourcen einen hohen Preis für die Korruption zu zahlen hat.

Es gibt verschiedene Methoden, um Korruption zu messen. Sie sind wichtig für eine empirische Grundlage für den Kampf gegen die Korruption. Im Einzelnen sind hier zu nennen: der Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International, der weltweite Integritätsbericht, das GATEway tool für Korruptionsforschung von Transparency International sowie die Antikorruptionsarbeit der UNO. [...]


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