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Leseprobe 2
Norman Tanner
Nicaea, Konstantinopel, Chalkedon: die Orthodoxie neu überdenken
Nicaea, Konstantinopel, Chalkedon: die Orthodoxie neu überdenken Norman Tanner Dieser Beitrag zeichnet die Ausformulierung des orthodoxen Bekenntnisses durch das Symbolon von Nicaea und das Konzil von Chalkedon nach. Das Glaubensbekenntnis ging aus den ersten beiden ökumenischen Konzilien hervor, nämlich dem Konzil von Nicaea im Jahr 325 und dem Konzil von Konstantinopel im Jahr 381. Bis heute ist es das wichtigste Glaubensbekenntnis der drei Hauptströmungen der Gemeinschaft der Christen: der katholischen Kirche sowie der protestantischen und orthodoxen Kirchen. Das Konzil von Chalkedon formulierte die Schlüsseldefinition im Hinblick auf Gottheit und Menschheit Christi. Der Beitrag anerkennt den endgültigen Charakter dieser beiden Bekenntnisse, doch er untersucht auch deren mögliche Aktualisierung.

Die drei Konzilien von Nicaea im Jahr 325, Konstantinopel im Jahr 381 und Chalkedon im Jahr 451 sollten sich als entscheidend für die Klärung der rechten Glaubenslehre innerhalb der Gemeinschaft der Christen erweisen. Deshalb sind die Beschlüsse dieser Konzilien ganz bestimmt ein geeignetes und in der Tat grundlegendes Thema innerhalb dieser Ausgabe von CONCILIUM, die sich der Frage der „Orthodoxie” widmet.

I. Das nizäno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis


Dies ist die Übersetzung des griechischen Originaltextes des Symbolons von Nicaea:

„Wir glauben an den einen Gott, den allmächtigen Vater, den Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren.
Und an unseren einen Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, als Einziggeborener aus dem Vater geboren, das heißt aus der Substanz des Vaters, Gott aus Gott, Licht aus Licht, wahrer Gott aus wahrem Gott, geboren, nicht geschaffen, von e i n e r Substanz mit dem Vater, durch den alles geworden ist, was im Himmel und auf der Erde ist, der um unseres Heiles willen herabgestiegen und Fleisch und Mensch geworden ist, gelitten hat und auferstanden ist am dritten Tage, hinaufgestiegen ist in die Himmel und kommen wird, Lebende und Tote zu richten.
Und an den Heiligen Geist.
Die aber sagen: ,Es gab einmal eine Zeit, als er nicht war‘, und ,Bevor er geboren wurde, war er nicht‘, und ,Er ist aus nichts geworden‘, oder die sagen, Gott sei aus einer anderen Substanz oder Wesenheit, oder er sei wandelbar oder veränderlich, diese belegt die katholische Kirche mit dem Anathema.“ (DH 64–64)

Wir verfügen über keinen zeitgenössischen Bericht von der Proklamation dieses Bekenntnisses durch das Konzil, und es sind auch keine Konzilsakten erhalten. Deshalb mutmaßen wir eher und sind auf verschiedene zeitgenössische oder zeitlich nahe Berichte angewiesen, um möglichst genau zu rekonstruieren, wie das Glaubensbekenntnis entstanden ist. Glücklicherweise ist der Text selbst ganz zuverlässig. Er wurde in den Werken zweier wichtiger Konzilsteilnehmer, nämlich des jungen Athanasius, der bald Bischof von Alexandria werden sollte, und Eusebius‘ von Caesarea (dieser wurde wiederum von Athanasius zitiert), aber auch in vielen späteren Texten zitiert.

Es scheint klar zu sein, dass das Glaubensbekenntnis Arius im Sinn hatte, wenn er auch nicht namentlich erwähnt ist. Der übrige Text scheint sich auf ein bereits existierendes Bekenntnis zu stützen, wobei nicht klar ist, auf welches genau von den vielen, die es in der frühen Kirche gab. Diesem Grundlagentext wurden, wie es scheint, einige Worte und Sätze hinzugefügt, hauptsächlich um etlichen Lehren, die man mit Arius in Verbindung brachte, entgegenzutreten. Im obigen Zitat des Textes des Symbolons sind die Hinzufügungen zum Basistext durch das Konzil kursiv hervorgehoben. [...]


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