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Solange Lefebvre / Denise Couture / K. Gandhar Chakravatry
Mit Unterschieden leben
Debatten aus jüngerer Zeit über verschiedene Fälle von Unruhen, die mit kultureller und religiöser Verschiedenheit zusammenhingen, haben vielerorts Fragen über ein harmonisches Zusammenleben aufgeworfen. Im Laufe dieser Diskussionen trat eine wachsende Zahl postkolonialer Denker für mehr interdisziplinäre und interkulturelle Zusammenarbeit ein, die dazu beitragen könnte, neue Zugänge zu Multikulturalismus, Interkulturalismus und Interkulturalität herauszuarbeiten. Diese Ausgabe von CONCILIUM will diese unterschiedlichen Dimensionen reflektieren. Es ging aus dem jährlichen Treffen des Präsidiums, der Herausgeber und Verleger von CONCILIUM hervor, das im Mai 2013 an der Universität Montréal stattfand.

Dem kanadischen Ministerium für Staatsbürgerschaft und Einwanderung zufolge sollte der Multikulturalismus die Überzeugung stärken, dass alle Bürger und Bürgerinnen gleich sind. Der Multikulturalismus, der während der Siebzigerjahre des vorigen Jahrhunderts Fuß zu fassen begann, ist nun festgeschrieben, sodass alle Bürger und Bürgerinnen auf ihre Vorfahren stolz sein sowie ihre eigene Identität und das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe beibehalten können. Dieser Sichtweise zufolge stärkt die Akzeptanz von Traditionen in der Regel das Vertrauensgefühl und den inneren Frieden der Bürger und Bürgerinnen. Es ist allgemein bekannt, dass Kanada in dieser Hinsicht eine der fortschrittlichsten Nationen war und ist. Doch wenn auch viele Erfahrungen in Kanada Wege aufgezeigt haben, wie der Multikulturalismus das gegenseitige Verständnis über kulturelle und ethnische Grenzen hinweg stärkt, so bleiben doch einige Probleme, wie Denise Couture und Gregory Baum in ihren Beiträgen deutlich machen.

In einem allgemeineren Sinn und weltweit gesehen bleiben in vielen Gesellschaften die theologischen Konsequenzen jedoch komplex. Der interreligiöse Dialog im Kontext von Pluralismus, Privatisierung der religiösen Überzeugung und der Lockerung religiöser Bindungen wirft für die Gemeinschaften, in denen die grundlegenden Menschenrechte und Grundfreiheiten oftmals von den Mechanismen der globalen Ökonomie gefährdet werden, ernsthafte Fragen auf. Wie können im länderübergreifenden Austausch von Information sowie materiellen und kulturellen Ressourcen Menschen aus der Ersten und Dritten Welt zusammenarbeiten, um die multikulturellen Beziehungen zu verbessern?

Auf der oben erwähnten Konferenz tauchten unter anderem folgende Fragen auf: Wie konstruieren oder behandeln Wissenschaftler die Anderen oder Fremden in den gegenwärtigen Diskursen? Wie formulieren wir das Spannungsverhältnis zwischen der globalen und der lokalen Ebene? Wie denken wir über das Verhältnis zwischen Immigranten und Gastländern nach? Welche symbolischen Ressourcen werden im Nachdenken und Handeln in Bezug auf dieses Verhältnis ins Spiel gebracht? Ist das allgemeine Raster unseres Zugangs zu Dialogen über die Verschiedenheit neokolonial bestimmt? Welche Phänomene treffen auf alle geografischen Regionen gleichermaßen zu, welche stellen Besonderheiten dieser Regionen dar, und welche Konsequenzen hat dies für die Globalisierung?

Im heutigen globalen und zunehmend multikulturellen Kontext sind die Theoretiker dazu aufgefordert, der postkolonialen Kritik eine neue Bedeutung zu verleihen, deren Ergebnisse innerhalb des regionalen Kontextes der Entwicklungsländer vollständig darzustellen und sich über Alternativmodelle zum Multikulturalismus auszutauschen. Diskriminierung und Ungleichbehandlung von religiösen Praktiken und indigenen Völkern ziehen für Kolonialgesellschaften nach wie vor ein weites Spektrum von Konsequenzen nach sich. Diese Ausgabe von CONCILIUM greift auf Stimmen aus unterschiedlichen kulturellen Schmelztiegeln zurück. Dies ist nicht nur ein Versuch, einige dieser neokolonialen Hindernisse für multikulturelle Politik abzubauen, sondern auch eine Möglichkeit, durch Stimmen aus allen Weltgegenden, die von gemeinsamen Erfahrungen der Unterjochung Zeugnis geben, Einsichten zu gewinnen. [...]


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