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Hille Haker / Luiz Carlos Susin / Éloi Messi Metogo
Postkoloniale Theologie
Der Kolonialismus hat zahlreiche Spuren in den heutigen Gesellschaften hinterlassen. Manche Menschen sind der Ansicht, dass er nie überwunden wurde, sondern die „Welt” im Namen der Globalisierung weiterhin beherrscht. Mit Kolonialismus als philosophischem Konzept wird der Anspruch auf Vormacht und/ oder Überlegenheit durch eine Kultur über eine oder mehrere andere Kulturen bezeichnet. Vor einigen Jahrzehnten untersuchte Edward Said, der manchen als Begründer der postkolonialen Theorie gilt, die Begriffe des „Okzidentalismus” und des „Orientalismus”. Er wollte zeigen, wie die „koloniale” Begrifflichkeit den „Orient” als „das Andere” konstruiert hat. Die Geschichte des Christentums zeigt, dass diese Begriffe nicht nur kulturelle Konzepte bezeichnen, sondern dass sie gleichzeitig zutiefst mit religiösen und theologischen Konzepten verwoben sind. In der christlichen Theologie stand lange Zeit die Spannung zwischen dem jüdischen und dem griechischen Erbe im Hintergrund einer „kolonialen” Theologie, die das Verständnis grundlegender theologischer Konzepte geprägt hat. Heute dagegen wird „koloniales” Denken und Argumentieren – für das Hille Haker den Begriff identity theologics (etwa „theologische Identitätspolitik”) geprägt hat – von Befreiungstheologien, feministischen, queeren oder in diesem Fall postkolonialen Theologien kritisiert. Postkoloniale Theologie ist als ein Versuch entstanden, die Demarkationslinie zwischen den „Kolonisatoren” und den „Kolonisierten” zu thematisieren, die häufig mit einer führenden Kultur, Religion oder Argumentationsweise verbunden wird, durch welche diejenigen, die nicht zu „ihnen” gehören, zu „anderen” gemacht werden. Selbst tief in der Kolonialgeschichte verwurzelt, geht es dem Postkolonialismus darum, die Auswirkungen des Kolonialismus auf heutige sozio-ökonomische Strukturen, kulturelle Deutungen und religiöse Vielfalt zu untersuchen. In postkolonialer Theologie wird die Wirkung des Kolonialismus auf die Theologie bzw. theologische Konzepte analysiert. Dieses Heft von CONCILIUM stellt eine Reihe von Autoren und Autorinnen vor, die entweder mit „postkolonialer Theologie” befasst sind oder kritisch auf sie Bezug nehmen.

Joseph Duggan führt in die postkoloniale Theologie und Literatur ein, die sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Er weist auf einige ihrer künftig zu überwindenden Defizite hin, damit die postkoloniale Theologie den hohen Erwartungen an Inklusion gerecht wird, die sie sich selbst gesetzt hat.

Enrique Dussel befasst sich mit der kolonialen Erkenntnistheorie, die mit der christlichen Erkenntnistheorie einhergegangen ist. Er plädiert für einen Wandel dieser Erkenntnistheorie um wieder zum ursprünglichen Messianismus zurückzukehren, der sich vom eurozentrischen Denken abhebt.

Uriah Kim diskutiert die Politik des „Othering” [d.h., Menschen zu „Anderen” zu machen] in der Geschichte Nordamerikas und bringt sie mit dem Buch der Richter in Verbindung. Seine Auslegung des Richterbuches aus postkolonialer Perspektive beleuchtet die Ambivalenz in der Ausbildung einer kollektiven Identität wie derjenigen Israels, die darauf beruht, „Andere” als moralisch, intellektuell oder religiös unterlegen zu konstruieren. In Kims Sicht kann das Richterbuch „zugleich ein imperialisierender Text sein und eine befreiende Botschaft beinhalten”; er warnt davor, es nur als das eine oder das andere zu begreifen.

Anne Joh präsentiert eine postkoloniale Neuinterpretation des Kreuzes, bei der sie es in einen Rahmen traumatischer Gefühle einordnet. Diese Gefühle sind sehr bedrängend, und die Verlusterlebnisse lösen einen durchdringenden Schmerz aus, der nicht „ausgeschlossen” werden kann. Doch genau dies, sagt Joh, ist häufig in christlichen Theologien des „Kreuzes” der Fall, in denen sich die Unfähigkeit zu trauern spiegelt. Deshalb muss eine postkoloniale Theologie den Blick wieder auf den Schmerz über das Kreuz richten und neue Wege oder Rituale der Trauer erkunden, die sowohl Klage als auch Empörung enthalten. [...]


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