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Jacques Haers / Felix Wilfred / Kristien Justaert / Yves de Maeseneer
Versöhnung – die befreiende Kraft der Gnade
Diese Ausgabe besteht hauptsächlich aus den Beiträgen zu einem theologischen Symposium, das CONCILIUM zusammen mit der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Leuven veranstaltete. Das Symposium fand unter dem Titel „Versöhnung – die befreiende Kraft der Gnade” im Mai 2012 in Leuven, Belgien, statt. Bereits der Titel legt nahe, dass zwischen Versöhnung, Befreiung und Gnade eine enge Beziehung besteht.

Befreiung und Versöhnung sind auf zweifache Weise miteinander verbunden: Zum einen brauchen Einzelne und ihre Gesellschaften zunächst einmal eine Erfahrung der Befreiung, bevor sie ihre (bisweilen gewalttätigen) Konflikte in Richtung von Versöhnung und nachhaltigem Frieden transformieren können. Zum anderen erzeugt die Bereitschaft, sich in (gewalttätigen) Konflikten für Versöhnung zu engagieren, einen erneuten Schub der Befreiung. Kurz: Befreiung ist die treibende Kraft sowohl vor als auch in einem Prozess der Versöhnung. Die Anerkennung des Faktors „Gnade” erscheint aus zwei Gründen unumgänglich: Immer wieder wird „Befreiung” mit Macht, der Erlangung von Kontrolle und sogar mit Gewalt in Verbindung gebracht. Wenn wir Befreiung dagegen als Geschenk und als Ergebnis eines gnadenhaften Prozesses verstehen, dann erkennen wir, dass auch die Versöhnung ein solcher Prozess ist, der das übersteigt, wozu wir aus uns selbst heraus fähig wären. Wir müssen zur Versöhnung befreit sein – befreit durch die Kraft der Gnade. Und indem wir „Gnade” als entscheidende Komponente im Prozess der Versöhnung erkennen, unterstreichen wir damit außerdem, dass es bei der Versöhnung nicht allein darum geht, etwas zu unternehmen, zu reden und einen Schritt nach dem anderen zu tun. Geradeso wichtig sind das geduldige Warten, das aufmerksame Zuhören und die demütige Einsicht, dass wir niemals ganz die Kontrolle über die Situation haben. Auf die eine oder andere Weise tritt aus all diesem Tun – implizit oder explizit – ein „gnadenhaftes” Moment im Versöhnungsprozess zu Tage und hilft uns, Gott als den Handelnden darin zu entdecken.

Versöhnung ist Teil eines Prozesses, in dem die Leidtragenden von (gewalttätigen) Konflikten, Unheil und Unrecht sich auf eine Situation zubewegen, in der ein tragfähiges gemeinsames Leben wieder möglich wird. Dieser Prozess entfaltet sich auf persönlicher, gesellschaftlicher und planetarischer (z.B. ökologischer) Ebene und nimmt immer wieder andere geschichtliche Züge an. Dementsprechend ziehen die Beiträge in diesem Heft die verschiedenen konkreten Realitäten der Menschen in Betracht (das sogenannte „Umfeld”) und achten auf ihre jeweiligen Leidenserfahrungen, Wunden, Bedürfnisse sowie auf ihre entschlossenen Bemühungen, die hinderlichen Lebensbedingungen, unter denen sie leiden, zu ändern.

Diese Ausgabe von CONCILIUM möchte vier wichtige Aspekte von Versöhnungsprozessen besonders hervorheben: Kreativität, Wunden, Gerechtigkeit und Vielfalt.

Konflikte zerstören die symbolischen Bezüge des Zusammenlebens, die künstlerischen Ausdrucksformen gemeinsamer spiritueller Bestrebungen und die Rituale, in denen sich eine Gemeinschaft ihrer Identität versichert. Sie zersetzen die sozialen Bindekräfte aus Ideen und Vorstellungen, die eine Gemeinschaft zusammenhalten, und wollen stattdessen Einheitsmuster verordnen. Wie kann das symbolische und visionäre Kapital der Menschen in einem Konflikt neu ausgerichtet werden, damit es einem tragfähigen, friedlichen und würdevollen Zusammenleben dient? Wie können die Konfliktparteien künstlerische, spirituelle und rituelle Ausdrucksformen wiederentdecken oder neu erfinden? Können religiöse Bilder oder Vorstellungen eingesetzt werden, um die Bindungs- und Friedensfähigkeiten von Gemeinschaften und Gesellschaften wiederherzustellen? Der Artikel von Solange Lefebvre geht der Frage nach, wie die Religionen Kunst und Gesellschaft zu kreativen Wegen der Versöhnung anregen können. Der Beitrag von Paul de Bruyne und Yves de Maeseneer hebt die Bedeutung konkreter Kunstprojekte für Kirche und Gesellschaft hervor. Während Lefebvre die Wichtigkeit des Zeugnisses und des Austauschs betont und nach Gemeinsamkeiten sucht, untersuchen de Bruyne and de Maeseneer die Rolle des Schweigens und sprechen vom Bedarf an Räumen, wo Unversöhnlichkeit aufgefangen werden kann. [...]


Lesen Sie den kompletten Artikel in der Print- oder Onlineausgabe.

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