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Zu diesem Heft
Silvia Scatena / Dennis Gira / Jon Sobrino / Maria Clara Lucchetti Bingemer
Zum Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils – fünfzig Jahre danach
Noch ein weiteres Heft über das II. Vaticanum? Besteht nicht die Gefahr, dass man den fünfzigsten Jahrestag der Eröffnung des Konzils nur darum würdigt, weil dieses Datum eben auf der Liste der Gedenktage steht, weil es uns Anlass für Überlegungen zur Feier eines Tages gibt, an dem wir uns entweder nostalgisch der Vergangenheit zuwenden oder ein Beschwerdebuch anlegen zu den verpassten Gelegenheiten, den Rückschritten und Verhaltensweisen, die einem Verrat an diesem Konzil gleichkommen? Andererseits haben wir jetzt eine geistige Großwetterlage, in der das Problem Konzil, „nämlich die Frage, was es auf sich hat mit der Rolle, der Tragweite, den Rückwirkungen des II. Vaticanums im Leben der Christen und in ihren Beziehungen zu anderen”, wieder so aktuell wie nie zuvor ist, und dies auch infolge der Aufhebung der Exkommunikation der traditionalistischen Lefebvrianer im Januar 2009. Könnte da eine Zeitschrift, die gegründet wurde, um einer konziliaren Kirche Instrumente der Analyse und der Reflexion zu liefern, es gerade jetzt unterlassen, sich die Frage zu stellen, welche Bedeutung jenes Ereignis für die heutige Situation der Kirche hat?

Dies sind einige der Fragen, vor denen wir standen, als wir dieses Heft planten, und zwar auch auf dem Hintergrund der Veränderungen, die sich vollzogen haben im komplexen kirchlichen Klima der letzten sieben Jahre, seit im Herbst 2005 das letzte dem II. Vaticanum gewidmete Heft unserer Zeitschrift erschien, aus Anlass des 40. Jahrestages seines Abschlusses. Mit diesem Heft sollte damals betont werden, dass das II. Vaticanum eine neue Epoche eröffnet hat, dass es zu einer „Scheidelinie” geworden ist für die Glaubenserfahrung innerhalb der Generationen und zwischen den Generationen. Weit verbreitet ist heute die Versuchung, die Tragweite des Konzils als eines Ereignisses zu leugnen, welches das Antlitz der katholischen Kirche verändert hat. Und weithin sind die Auswirkungen verschiedener auf Verkürzung seiner Bedeutung zielender Tendenzen zu spüren, vor allem seitens der Traditionalisten, die zwar eine ausdrückliche Ablehnung vermeiden, dafür aber das Konzil zu einem nachtridentinischen Phänomen verdünnen möchten, indem sie seine Aussagen wegen des „unbedeutenderen” Charakters des II. Vaticanums als eines bloßen Pastoralkonzils abwerten. Angesichts dieser Tendenzen wollte CONCILIUM zum Kern des Anliegens der Historisierung des letzten Konzils vorstoßen, indem es vor allem Bezug nahm auf Themen und Tendenzen, die sich als sensibel und heikel erwiesen hatten. Bald nachdem jenes Heft herausgekommen war, hielt Benedikt XVI. am 22. Dezember 2005 vor der römischen Kurie seine berühmte Rede über die konziliare Hermeneutik. Schon damals hatte es die ersten Vorboten einer sich später ausbreitenden Deutung des II. Vaticanums als eines Phänomens von Normalmaß gegeben: einer Deutung, die jetzt – nach Vollendung des großartigen Projekts der historischen Einordnung durch die von Giuseppe Alberigo herausgegebene Geschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils – nicht nur die Bedeutung der konziliaren Historiographie, sondern auch das II. Vaticanum als solches zu relativieren suchte. Hier verriet sich die Angst, dass die Erinnerung an dieses Ereignis, an seine Entscheidungen und an die Tatsache, dass es überhaupt stattgefunden hatte, auch auf die Gegenwart und die Zukunft der Kirche wortmächtig einwirken könnte.

Seit der im Heft von 2005 geschilderten Situation hat dieser Typ eines verkürzenden und minimalisierenden Verständnisses der Bedeutung des II. Vaticanums immer größeren Raum gewonnen, vor allem im Bereich der nichtspezialisierten theologischen Studien, aber nicht nur dort. Dies geschieht im Zusammenhang mit der weitverbreiteten Behauptung einer abstrakten Polarität von Kontinuität und Reform versus Diskontinuität und Bruch mit der vorausgehenden Tradition, verschiedentlich abgewandelt durch die Verwendung der dialektischen Beziehung zwischen Buchstaben und Geist des Konzils oder neuerdings auch zwischen dem Ereignis einerseits und den letztlich getroffenen Entscheidungen andererseits. All dies geschah offensichtlich in Verbindung mit den neuen Akzenten, die durch den Pontifikat Benedikts XVI. im Blick auf die Interpretation des Konzils gesetzt worden sind – von seiner Rede im Jahre 2005 bis zum Motu proprio Summorum Pontificum über die Liturgie vom Juli 2007. [...]


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