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Susan A. Ross / Felix Wilfred
Theologen und Bischöfe: Alte und neue Spannungen
Theologen und Bischöfe üben das Lehramt der Kirche auf je unterschiedliche Weise aus. Während Bischöfe als Hirten ihrer Herde und als „authentische, das heißt mit der Autorität Christi versehene Lehrer” dienen, „die dem ihnen anvertrauten Volk den Glauben verkündigen”, beschreibt man die Aufgabe der Theologen und Theologinnen in Anlehnung an eine Formulierung, die sich sowohl bei Augustinus als auch bei Anselm findet, traditionsgemäß als „Glauben, der die Einsicht sucht”. Um es mit Prof. Elizabeth Johnson CSJ zu sagen: „Die theologische Forschung spricht die dogmatischen Formulierungen nicht einfach nach, sondern prüft und deutet sie zwecks eines tieferen Verstehens. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, hat die Theologie den Glauben in allen Epochen der Geschichte mithilfe unterschiedlicher Gedankenformen, Bilder und sprachlicher Ausdrücke artikuliert. Ihre Arbeit wendet alle Arten von Methoden und Vorstellungen aus anderen Disziplinen an, um Aufschluss über die Bedeutung des Glaubens zu gewinnen.”

In den letzten Jahren und insbesondere 2011 haben sich die Spannungen zwischen Bischöfen und Theologen zunehmend verschärft. Unlängst hat ein Fall in den USA großes mediales Aufsehen erregt. 2007 veröffentlichte die renommierte Theologin Elizabeth Johnson, Professorin an der Fordham University in New York, ein Buch mit dem Titel Quest for the Living God: Mapping Frontiers in the Theology of God (New York). Das Buch richtet sich an eine Leserschaft von Nichtfachleuten und fand sowohl an Universitäten als auch in der Erwachsenenbildung der Gemeinden breite Verwendung. Einige US-amerikanische Bischöfe wurden darauf aufmerksam und teilten dem Komitee für Lehrfragen, einem Organ der Katholischen US-amerikanischen Bischofskonferenz, ihre Besorgnis mit. Vier Jahre später, im März 2011, gab das Komitee ein Dokument heraus, das erklärte, Professor Johnsons Buch sei voller „Unklarheiten, Irrtümer und falscher Darstellungen”. Auf diese Erklärung hin veröffentlichten die Catholic Theological Society of America (CTSA) und die College Theology Society, die beiden wichtigsten Organisationen für katholische Berufstheologen in den Vereinigten Staaten, Erklärungen, in denen sie das Komitee kritisierten, weil es sich nicht an die in Doctrinal Responsibilities – einer Zusammenstellung von Richtlinien, die 1989 von der CTSA, der CLSA (Canon Law Society of America) und den US-amerikanischen Bischöfen selbst erarbeitet worden waren – festgelegte Verfahrensweise gehalten und Johnsons Text außerdem in schwerwiegenden Punkten falsch gelesen habe. Nachdem Johnson im Juni 2011 ausführlich Stellung genommen hatte, bekräftigte und erweiterte das Lehrfragenkomitee im Oktober 2011 seine Kritik. Johnson, so das Komitee, habe „nicht mit dem Glauben begonnen” und ihre Theologie habe die traditionelle katholische Auffassung von der Vaterschaft und Impassibilität Gottes stark verzerrt. Johnson veröffentlichte eine kurze Erklärung, in der sie sagte, dass sie mit der Antwort der Bischöfe noch immer nicht übereinstimme.

Dieser Prozess war bei weitem nicht der erste Fall, in dem das US-Komitee Kritik an einem Theologen übte. Im Herbst 2010 gab dasselbe Komitee ein Dokument heraus, das die Arbeit der beiden amerikanischen Theologen Todd A. Salzman und Michael Lawler, namentlich ihr Buch The Sexual Person: Toward a Renewed Catholic Anthropology (Washington, D.C. 2008) scharf kritisierte. In diesem Zusammenhang ist auch die Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehreaus dem Jahr 2005 zu nennen. In jenem Jahr verkündete die CDF, sie habe ernstzunehmende Probleme im Werk des US-Theologen Roger Haight SJ und insbesondere in seinem Buch Jesus Symbol of God festgestellt. Vier Jahre später verbot die Glaubenskongregation Haight, über theologische Themen zu lehren und zu schreiben; die Kongregation behauptete, seine Schriften fügten „den Gläubigen großen Schaden zu”. [...]


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