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Leseprobe 3
Paul D. Murray
Chancen und Grenzen der ekklesiologischen Analyse
Entwicklung einer Perspektive im Gespräch mit Edward Schillebeeckx
Dieser Beitrag möchte im Gespräch mit Edward Schillebeeckx eine Perspektive für eine angemessene ekklesiologische Methode entwickeln. Dabei soll aber nicht so vorgegangen werden, dass künstlich eine oder mehrere ekklesiologische Methoden und damit verbundene Stücke ausführlicher ekklesiologischer Reflexion aus seinen Schriften herausgelöst und dann der Kritik unterzogen werden. Wie bereits andere Kommentare dazu erkannt haben, wäre dies ein schwieriges Unterfangen.

John Bowdens kurzes Portrait of a Theologian zum Beispiel enthält kein Kapitel über Ekklesiologie oder Kirche. Ähnliches gilt für das Buch von Philip Kennedy, Edward Schillebeeckx. Geschichte von der Menschlichkeit Gottes, obwohl darin ein diesbezüglicher Unterabschnitt enthalten ist. Der von Mary Catherine Hilkert und Robert Schreiter 1989 herausgegebene und 2002 unter dem Titel The Praxis of the Reign of God neu aufgelegte, überarbeitete Sammelband enthält einen schönen Beitrag von Susan Ross über „Kirche und Sakramente”. Der Aufsatz legt das Hauptaugenmerk darauf, wie sich Sakramentalität und Sendung der Kirche in Schillebeeckx‘ Theologie einfügen. Insbesondere zeigt Ross auf, wie sich bei Schillebeeckx im Lauf der Zeit der Blick auf die Sakramentalität verändert: In der frühen Periode stehen die Kirche und deren sakramentales System als der primäre Ort der Begegnung mit der Gnade Christi im Mittelpunkt. Später räumt Schillebeeckx dem Auftrag der Kirche Priorität ein, das Reich-Gottes-Zeugnis Christi und seinen Dienst am Reich der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit Gottes so zu verwirklichen und weiterzutragen, dass die Sakramentalität und die Sendung der Kirche in ein enges Verhältnis gesetzt werden. Schillebeeckx selbst schreibt im Vorwort zu diesem Band:

„Die Spur Gottes muss insbesondere im Gesicht des Zurückgewiesenen und Armen gesucht werden, der dich anblickt. Allen zukünftigen Verwaltern der Geheimnisse Gottes, den Gläubigen, den Diakonen, Priestern, Bischöfen, der Synode und dem Papst, möchte ich sagen: Die Kirche ist nicht da, wo ihr seid, sondern wo alle Gläubigen und insbesondere die Amtsträger, die Verwalter der heiligen Geheimnisse, sich kümmern und helfen und dabei dem Armen ins Antlitz schauen. Da siehst du den unsichtbaren Gott ,im Vorübergehen‘.“

Die gründlichste systematische Arbeit über Schillebeeckx‘ Ekklesiologie in englischer Sprache ist Daniel Speed Thompsons Buch The Language of Dissent: Edward Schillebeeckx on the Crisis of Authority in the Catholic Church. Ebenso bedeutend ist Pierre Grelots Buch Église et Ministères. Pour un dialogue critique avec Edward Schillebeeckx. Und für die Frühphase von Schillebeeckx‘ Theologie ist Erik Borgmans meisterhafte Arbeit Edward Schillebeeckx: A Theologian in His History von ebensolcher Bedeutung.

Zum Stellenwert von Kirche und Ekklesiologie in Schillebeeckx‘ eigenen Schriften lässt sich sagen: Einerseits sind diese Themen omnipräsent und kehren immer wieder, doch man sucht vergeblich nach so etwas wie einem systematischen ekklesiologischen Ansatz. Mit Ausnahme seiner viel diskutierten und umstrittenen Bücher über das Amt in den 1980er Jahren und seiner Arbeiten aus den späten Sechzigerjahren über die Sendung der Kirche aus der Perspektive des Zweiten Vatikanischen Konzils gibt es relativ wenige ausdrückliche, gründliche und die eigene Methode reflektierende ekklesiologische Passagen in seinem Werk. Eine aufmerksame Lektüre kann zwar ekklesiologische Voraussetzungen und Schlussfolgerungen im Zusammenhang mit anderen Themen herausarbeiten, doch Schillebeeckx richtet sein Hauptaugenmerk im Allgemeinen auf anderes. [...]


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