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Erik P. N. M. Borgman / Paul D. Murray / Andrés Torres Queiruga
Die menschliche Geschichte als Sakrament
Edward Schillebeeckx (1914–2009) zu Ehren
Sakramente gelten traditionell als „Zeichen” unserer Erlösung in Jesus Christus, die das bewirken, was sie bezeichnen. Aber was heißt das? Bekanntlich sagte das Zweite Vatikanische Konzil in seiner Dogmatischen Konstitution über die Kirche (Lumen Gentium), die Kirche sei „in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit” (LG 1). Zehn Abschnitte später (LG 11) werden dann die einzelnen Sakramente vorgestellt. Die Eucharistie wird mit einem berühmt gewordenen Ausdruck als „Quelle und [...] Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens” bezeichnet, was in den vergangenen Jahrzehnten fast zu einer Art Mantra wurde. Man bekommt oft den Eindruck, die Eucharistie sei das, was der Katechismus der Katholischen Kirche den „Inbegriff und die Summe unseres Glaubens” (KKK 1327) nennt: die eine wirklich bedeutende Angelegenheit in der Kirche. Alles andere scheint zweitrangig. Unter anderem führt dies zu Spannungen zwischen jenen Christen, die sich ganz auf die Sakramente und insbesondere auf die Eucharistie ausrichten, und anderen, für die der Glaube in erster Linie eine gesellschaftlich-ethische Praxis ist.

Indem Lumen Gentium die Kirche allerdings „wie ein Sakrament” denkt, wollte es die aktive Anwesenheit der Kirche in der Welt und für die Welt zum Ausdruck bringen. Die Kirche als Volk Gottes repräsentiert für die Welt das heilbringende Handeln Gottes durch den auferstandenen Christus im Heiligen Geist – ganz in Analogie zu den Sakramenten. Damit aber wird die menschliche Geschichte als ein sakramentaler Ort charakterisiert.

Bereits in den 1950er Jahren hob Edward Schillebeeckx hervor, dass die Bedeutung der Sakramente in ihrer Welthaltigkeit liege. Dass Gott in Jesus Christus „für uns Menschen und zu unserem Heil” gegenwärtig sei, so schrieb er, offenbare sich „in der Tatsache, dass Christus natürliche Symbole aus dem wahrhaft konkreten Alltagsleben als Gegenstand einer sakramentalen Symbolik herangezogen hat”. Das Teilen von Brot und Wein in der Eucharistie beispielsweise wird so – in den Worten Schillebeeckx‘ – zu einem „äußerlichen, beredten, greifbaren Ausdruck von Gottes Güte und erlösender Liebe”. Demnach sind die Sakramente weder für sich stehende Fälle mirakulöser göttlicher Nähe noch bloße Andenken an Jesu einstige Taten, sondern vielmehr wirkmächtige Zeichen von Gottes beständiger Gegenwart in der Welt. Sie rufen die Gläubigen als Einzelne wie als Gemeinschaft dazu auf, Gottes Nähe zu bezeugen und für das damit verbundene Heil förderlich zu sein. Als „Zeichen und Werkzeug” geben sie die menschliche Geschichte als ein Sakrament des Heils zu erkennen und machen sie zugleich dazu. In der vorliegenden Ausgabe von CONCILIUM wollen wir diese Art des Nachdenkens über die Sakramente, die Kirche und ihr Verhältnis zur menschlichen Geschichte weiter entfalten.

Wir widmen diese Ausgabe dem Andenken von Edward Schillebeeckx.

Der Theologe und Dominikaner Edward Schillebeeckx starb nach kurzer Krankheit an seinem Wohnort Nimwegen am 23. Dezember 2009. Edward Cornelis Florent Alfons Schillebeeckx erblickte das Licht der Welt als sechstes von 14 Kindern am 12. November 1914 in Antwerpen, wohin es seine Familie nach dem kurz zuvor begonnenen Ersten Weltkrieg verschlagen hatte. Edward trat dem Dominikanerorden in Flandern bei, unterrichtete am Studienhaus der Dominikaner in Löwen, wurde 1957 Professor für Dogmatik und die Geschichte der Theologie an der Universität von Nimwegen und blieb dort bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1983. Er war einer der großen katholischen Theologen des 20. Jahrhunderts, eine wichtige Persönlichkeit beim II. Vaticanum sowie einer der Gründer von CONCILIUM im Jahr 1964. Schillebeeckx hatte sich über Jahrzehnte intensiv an den Debatten über das Profil und die Strategie der Zeitschrift beteiligt. Er half mit, das CONCILIUM-Sekretariat in Nimwegen am Laufen zu halten. Zwischen 1965 und 1997 schrieb Schillebeeckx 18 Artikel für CONCILIUM. Dennoch ist es keineswegs eine nostalgische Geste, wenn wir diese Ausgabe über die Sakramente und die Sakramentalität der menschlichen Geschichte dem Andenken Schillebeeckx‘ widmen. Wir denken, dass Schillebeeckx‘ theologische Sehweise für die Zukunft der Theologie von großer Bedeutung ist. [...]


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