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Paul D. Murray / Diego Irarrázaval / Maria Clara Lucchetti Bingemer
Herr und Lebensspender – der Geist heute
Der Titel dieses CONCILIUM-Hefts verknüpft die Anrede des Geistes im nizänischen Glaubensbekenntnis mit einer expliziten Ausrichtung auf die Gegenwart. Damit deutet er auf das Zusammenwirken der beiden Ströme hin, die in der konziliaren Theologie zusammenfließen: einerseits der Notwendigkeit, sich stets neu mit den fruchtbaren Quellen der Tradition auseinanderzusetzen (ressourcement) und sich von ihnen herausfordern zu lassen, und andererseits der Notwendigkeit, diese lebendige Tradition in geeigneter Weise in den vielen heutigen Situationen und Herausforderungen neu und doch wahrheitsgetreu zur Sprache zu bringen (aggiornamento).

Auf diese wahrlich doppelte Aufgabe der katholischen Theologie bezieht sich Francis A. Sullivan SJ in seinem 1996 erschienenen Buch mit dem beziehungsreichen Titel Creative Fidelity, den er seinerseits Gabriel Marcels bekanntem Werk entlehnt hat. Hier könnte man auch den Begriff dynamische Integrität prägen. Er unterstreicht, dass die wahre Kreativität der katholischen Theologie nicht darin besteht, eine Anpassung der Tradition planvoll und von außen vorzunehmen, was nur um den Preis ihrer Verwässerung und Reduktion geschehen kann. Stattdessen geht es bei der wahren Kreativität der katholischen Theologie um die Treue und die Weiterentwicklung von Dynamik und Identität. Beide wohnen den Quellen der Tradition inne, allen voran dem Wort Gottes. Durch diese interpretieren wir die immer neue Bewegung des Geistes in der Welt.

So verstanden besteht diese doppelte Aufgabe der katholischen Theologie nicht nur darin, den spezifischen Auftrag der Pneumatologie – nämlich die Lehre und das Wirken des Heiligen Geistes auf neue und gleichzeitig wahrheitsgetreue Weise zum Ausdruck zu bringen – in gleicher Weise umzusetzen wie in jedem anderen Feld der Theologie. Denn die katholische Theologie ist immer auch selbst unmittelbares Handeln des Geistes; sie ist vom Geist angetrieben, wird vom Geist geleitet und ist vom Geist geformt. Vor allem Yves Congar hat das westliche Christentum daran erinnert, dass in den und durch die einzelnen, jeweils wechselnden Traditionen die eine, stets lebendige Tradition das Leben des Geistes in der Kirche ist. Diese eine Tradition manifestiert sich im Leben in Heiligkeit und in der Praxis und der Lehre, die sie in geeigneter Weise unter den jeweiligen Zeitumständen bezeugen.

Insofern die eine Tradition das Leben des Geistes ist, kann die eigentliche Aufgabe der katholischen Theologie – sich mit der Tradition auseinanderzusetzen und sie neu zur Sprache zu bringen – immer auch als eine Handlung im Geist und des Geistes in der Kirche angesehen werden: Der Geist ist der Mittler, der alles neu macht (Offb 21,5), er ist wie der Wind, der weht, wo er will (Joh 3,8), er ergründet die Tiefen Gottes (1 Kor 2,10), er bringt Altes und Neues hervor (Mt 13,52) und wird uns zur ganzen Wahrheit führen (Joh 16,13). Eine Pneumatologie, die sich selbst treu bleiben und dabei auf entsprechend klare Weise zeigen will, was für jede wahre katholische Theologie gilt, muss sich sowohl mit der Tiefe und der Tragweite der Äußerungen und Vollzüge der einen Tradition in der Vergangenheit befassen als auch gleichzeitig den heutigen Herausforderungen und Möglichkeiten stellen. Auf diese Weise kann die eine Tradition heute auf geeignete Weise neu umgesetzt und ausgesprochen werden.

Vor zweiunddreißig Jahren, in einem Heft des Jahres 1979, hat sich CONCILIUM mit dem Geist in Bezug zur orthodoxen Tradition, zur Reformation, zu den katholischen Strukturen des Papsttums und des Pfarramts und zur charismatischen Bewegung befasst. Am Ende stand die Frage, wie sich in der Gegenwart vom Heiligen Geist sprechen ließe. Hierzu gehörte auch die notwendige und wichtige Erkenntnis, dass symbolische Sprache mit dem Kontext verknüpft ist. Nun stehen die Herausgeber der vorliegenden Ausgabe erneut vor dieser faszinierenden und nie abgeschlossenen Aufgabe. [...]


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