zur StartseiteZugang für Abonnenten
Startseite » Archiv » Ausgabe 3/2011 » Zu diesem Heft
Titelcover der archivierte Ausgabe 3/2011 - klicken Sie für eine größere Ansicht

Der Aufbau der Zeitschrift


finden Sie hier


Concilium stellt sich vor

Geschichte und Selbstverständnis


Präsidium, Herausgeber/innen und Wissenschaftliches Komitee


sind hier einzusehen.


Unsere Autoren


finden Sie hier.


werden hier gelistet.

<<< zur vorherigen Ausgabe zur nächsten Ausgabe >>>
Zu diesem Heft
Hille Haker / Lisa Sowle Cahill / Elaine Wainwright
Der Handel mit Menschen
Man schätzt, dass es 12 bis 27 Millionen Menschen gibt, deren Lebensbedingungen von Zwangsarbeit oder sexueller Ausbeutung bestimmt sind. Sie sind ihrer Freiheit beraubt. Ihre Rechte werden missachtet. Sie werden ausgenutzt, um den Reichtum und das Wohlergehen anderer Menschen zu sichern, und sie werden zur Befriedigung der sexuellen Begierden anderer Menschen missbraucht. Mehr als eine Million Kinder werden alljährlich im weltweiten Sex-Geschäft ausgebeutet. Wie Daniel Groody bemerkt, kostet ein moderner Sklave durchschnittlich nicht mehr als 100 Dollar. Zu diesen Sklaven zählen Erwachsene ebenso wie Minderjährige. Sie leben in den Schattenzonen der Welt, die zu einem globalisierten Markt geworden ist. Wer verleiht ihnen eine Stimme, wenn sie gehindert werden, für sich selbst zu sprechen? Wer spricht für sie, und wer spricht mit ihnen? Wollen wir es damit bewenden lassen, dass Menschenhandel zu einem Thema moderner Kriminalromane geworden ist, dass er aber immer noch nicht als eine der schlimmsten Verletzungen der Menschenrechte, deren Zeugen wir heute sind, gesehen wird?

Dieses CONCILIUM-Heft versucht, die Mauer des Schweigens rund um den Menschenhandel, diese Begleiterscheinung der Woge weltweiten Handels und weltweiter Migration, zu durchbrechen. Der Kampf gegen den Menschenhandel hat schon begonnen, und CONCILIUM will hier den Blick auf die Initiativen richten, die sowohl von Seiten der multinational agierenden Regierungen als auch von Seiten nichtstaatlicher Organisationen versuchen, eine der extremsten Formen der Ausbeutung zu bekämpfen, die im derzeitigen Wirtschaftssystem zutage treten. Wir haben uns an Autorinnen und Autoren gewandt, die über Migration arbeiten, über eine Agenda für menschenwürdige Arbeit und über ethische Fragen bezüglich Anerkennung, sozialer Eingliederung und Handlungsperspektiven im Zusammenhang mit der Herabwürdigung von Menschen zu Sachen und Waren. Einige unserer Autorinnen und Autoren arbeiten zusammen mit Menschen, die selbst verschleppt und gehandelt worden sind. Oftmals akzeptieren diese Menschen die Kategorie „Opfer” nicht, weil diese Kategorie die Annahme nahelegt, dass sie passiv, nicht fähig zu eigenständigem Handeln seien. Wenn wir zu verstehen suchen, welchen strukturellen und institutionellen Zwängen Menschen ausgesetzt sind, die bei dem Streben nach einem guten Leben keine Alternativen zu Migration und Menschenhandel in ihren verschiedenen Formen sehen, dann verlieren verschleppte Menschen tatsächlich nicht ihre Handlungsfähigkeit. Sie fallen aber anderen zum Opfer, die ihr Recht auf Freiheit und Wohlergehen schwerwiegend verletzen. Allzu oft sind es Frauen und Kinder beiderlei Geschlechts, die von solchen Verletzungen betroffen sind. In erster Linie müssen wir auf die Geschichten und Erfahrungen hören, von denen sie erzählen, um besser verstehen zu können, welche Folgen Menschenhandel nach sich zieht und welche Herausforderungen für die Kirche, die zivile Gesellschaft und die staatlichen Institutionen sich daraus ergeben. Viele sind überzeugt, dass Menschenhandel ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist, und sie fordern, dass er von den internationalen staatlichen Institutionen als solches behandelt werden müsse. Aber bis es dazu kommt, ist gewiss noch ein langer Weg zurückzulegen.

I. Allgemeine Überlegungen zum Thema Menschenhandel: Begriff, Formen, Zusammenhänge und kirchliche Dokumente zu Migration und Menschenhandel

Wir beginnen die Beiträge zu diesem Heft mit einem Überblick darüber, was mit Menschenhandel gemeint ist, wie er von Formen der Migration wie z.B. Fluchthilfe unterschieden werden kann. Einen ersten Überblick bietet Daniel Groody, der auch die neuesten Zahlen aus solchen Berichten zusammengetragen hat, die Leserinnen und Leser vielleicht selbst zu Rate ziehen wollen. Er schließt seinen Beitrag mit einem Plädoyer für eine globale Ethik, die drei wichtige Schritte für verschleppte Menschen fordert, die im Jahre 2009 von dem US-amerikanischen Anti-Menschenhandel-Report angeführt werden: Befreiung, Rehabilitation und Reintegration. [...]


Lesen Sie den kompletten Artikel in der Print- oder Onlineausgabe.

Zurück zur Startseite

Unsere Abos
Sie haben die Wahl ...

weitere Infos zu unseren Abonnements


Professor dr. Hildegard Warnink, dean of the Faculty of Canon Law, and professor dr. Felix Wilfred, president of the Board of Directors of Concilium, have the honour to invite you for the presentation of the volume

Canon Law at the
Crossroads Concilium
International Journal of Theology


Canon Law at the Crossroads


Newsletter


Unser Newsletter informiert Sie über die Inhalte der neuesten Ausgabe.


Jahresverzeichnis 2019


Aktuelles Jahresverzeichnis


Jahresverzeichnis 2019
als PDF PDF.



Unsere neue Dienstleistung für Verlage, die Ihr Abogeschäft in gute Hände geben wollen.


aboservice

mehr
Informationen


Concilium
Telefon: +49 (0) 711 44 06-140 · Fax: +49 (0) 711 44 06-138
Senefelderstraße 12 · D-73760 Ostfildern
Kontakt | Sitemap | AGB | Widerruf | Datenschutz | Impressum