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Leseprobe 1
Frère Alois
„Habe die Leidenschaft für die Einheit des Leibes Christi”
Der Weg der Gemeinschaft, wie er in Taizé eingeschlagen wurde
Der Christus der Gemeinschaft

Hätte man Frère Roger gefragt, wo der Brennpunkt des christlichen Glaubens liegt, hätte er vielleicht Bezug auf seine Mutter genommen. Sie sagte, dass ihr das Johanneswort „Gott ist die Liebe” vollauf genüge. Auch für ihn lag darin das Herz des Evangeliums. Das Verständnis Gottes als strenger Richter hatte im Gewissen vieler Menschen Verheerungen angerichtet. Frère Roger behauptete im Gegenteil: Gott kann nur lieben.

Gelegentlich sagte er zu den in Taizé versammelten Jugendlichen: „Wäre Christus nicht auferstanden, wären wir nicht hier.” Die Auferstehung bildet die Mitte des Glaubens, sie ist das Zeichen dafür, dass Gott grenzenlos liebt. Sie hat die Jünger, die sich am Karfreitag zerstreut hatten, wieder versammelt, und sie versammelt weiterhin die Christen: Ihre erste Frucht liegt in der neuen Gemeinschaft, die aus ihrem Geheimnis hervorging. Das „unum necessarium”, mit dem alles steht und fällt, ist Christus, der Auferstandene, der mitten unter uns gegenwärtig, persönlich in Liebe mit uns verbunden ist und der uns vereint. Frère Roger nannte ihn „den Christus der Gemeinschaft”.

Ich möchte aufzeigen, was uns in Taizé dazu geführt hat, „die Leidenschaft für die Einheit des Leibes Christi” zu leben. Kann diese Erfahrung über unsere Communauté hinaus auch anderen helfen, auf dem Weg der Versöhnung weiterzukommen?

Gemeinschaft als empfangene Gabe

In seinem letzten Buch, das wenige Wochen vor seinem Tod erschien, schrieb Frère Roger: „Könnten wir uns stets daran erinnern, dass Christus Gemeinschaft ist ... Er ist nicht auf die Erde gekommen, um eine weitere Religion zu stiften, sondern allen Menschen eine Gemeinschaft in Gott anzukündigen. [...] ,Gemeinschaft’ ist einer der schönsten Namen der Kirche.”    

Das Leben Frère Rogers und unserer Communauté steht im Zeichen der Worte Jesu Christi: „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.” Oft wurden diese Worte – „alle sollen eins sein” – als eine in die Tat umzusetzende Forderung interpretiert. Sie bringen jedoch zunächst die Gabe zum Ausdruck, die Christus der Menschheit gemacht hat: Er trägt uns in sich, er lässt uns mit ihm in die Gemeinschaft der Dreifaltigkeit eingehen, er macht uns zu „Teilhabern der göttlichen Natur”. Er betet nicht nur darum, dass alle eins seien, sondern dass sie „in uns” eins seien. Wir können der orthodoxen Theologie unendlich dankbar dafür sein, dass sie dies auf so tiefe Art und Weise herausstellt. Er bittet darum, dass „alle” eins seien. Diese Gabe ist nicht einigen wenigen Menschen vorbehalten, sie ist allen angeboten, die den Namen Christi tragen, und darüber hinaus allen Menschen zugedacht.

Zur Erlösung gehört die Gabe der Einheit: Einheit des Menschen mit Gott, innere Einheit als Heilung jeder Person, Einheit der ganzen Menschenfamilie und der ganzen Schöpfung. Wir können die Einheit mit Gott nicht empfangen, ohne die Einheit unter allen Menschen zu empfangen. Die Kirche gibt es, damit sie dafür sichtbares Zeichen, Sakrament ist. „Die Kirche ist ja in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit.” [...]


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