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Silvia Scatena / Andrés Torres Queiruga / Luiz Carlos Susin / Felix Wilfred
Christsein
Die Idee für dieses Heft wurde u.a. geboren aus dem Eindruck der Herausgeber, dass wir bisweilen Zeugen einer übermäßigen Spezialisierung des theologischen Diskurses werden, welche Gefahr läuft, das aus dem Blick zu verlieren, was Timothy Radcliffe vor einigen Jahren sehr eindringlich den „Brennpunkt” des Christentums genannt hatte. Aus dieser Sicht haben wir uns gefragt, ob es nicht angebracht sei, in CONCILIUM zu einem breiten und möglichst umfassenden Austausch einzuladen über den letzten Sinn des Christseins, oder mit anderen Worten: über die Bedeutung, die Tragweite und die Implikationen des spezifisch und unterscheidend Christlichen – für das persönliche, aber auch für das gemeinschaftliche und kirchliche Leben. Dieses Unterscheidende ist selbstverständlich nicht zu verstehen in dem Sinne, dass man sich auf seine Identität zurückziehen oder andere ausschließen sollte, sondern vielmehr im Sinne des Briefes an Diognet, eines Offenheit ausstrahlenden Briefes, der geschrieben wurde in einer Zeit, in der die Christen immer wieder bekämpft und bisweilen blutig verfolgt wurden und dennoch in ihren Herzen die makrothymía zu hegen vermochten: die gottgeschenkte Fähigkeit, großmütig zu empfinden, mit Liebe und Hoffnung die Geschichte zu deuten und auf die Menschen zu blicken. Darin drückte sich eine christliche Gemeinschaft aus, die zwar eine Minderheit darstellte, aber darum nicht unbedeutend war. Sie war sich bewusst, dass das Evangelium eine Botschaft der Humanisierung enthält, eine Überzeugung, dass der christliche Glaube auch eine Kunst ist, menschlich und gemeinschaftlich zu leben.

Mit unserer Absicht, zu einer Reflexion anzuregen über den – wohlgemerkt schon in den Gründungsdokumenten des Christentums vorgegebenen – Zusammenhang zwischen authentischem Leben und christlichem Glauben, der für alle hoffen und allen eine frohe Botschaft bringen will, hat zugleich eine andere Idee Gestalt angenommen: Wir wollten wichtige Stimmen des zeitgenössischen Christentums aus verschiedenen Gegenden dazu hören, was sie heute – ausgehend von Erfahrungen in recht unterschiedlichen Situationen – für den „Brennpunkt” des christlichen Lebens halten, für jenes unum necessarium, mit dem dieses steht und fällt. In dieser Suchbewegung sollte der von den unterschiedlichen Voraussetzungen aufseiten der Zeugen bestimmte Ansatz durch einen mehr kontextuellen Ansatz ergänzt werden. Dabei war zu vermeiden, auf einer bloß phänomenologischen oder beschreibenden Ebene stehen zu bleiben – wobei wir ohnehin gewiss kein für alle geographisch-religiösen Regionen repräsentatives Bild anstreben konnten. Es ging um den Versuch, die Grundfrage von den unterschiedlichen existentiellen, geographischen oder konfessionellen „Verortungen” her abzuhandeln.

Die Auswahl der Autorinnen und Autoren hat in großem Maße schon den Blickwinkel für unsere Ausgangsfrage bestimmt, worin denn konkret im Blick auf die unterschiedlichen Zugänge und Situationen jener christliche „Unterschied” liege, aus dem und auf dem der christliche Glaube bestehe. Deshalb ist in vielen Fällen mit dem Namen oder der Herkunft der Autorinnen und Autoren schon die besondere Sicht vorgegeben, der wir in diesen weit ausgreifenden Überlegungen Raum geben wollten.

Dass Hans Küng – als Verfasser des bekannten Buches Christ sein aus dem Jahre 1974 – und Timothy Radcliffe, dessen Frage What is the Point of Being a Christian? wir bei der Planung dieses Heftes einiges verdanken, hier einbezogen werden mussten, schien uns eine Selbstverständlichkeit. Mit derselben Frage wandten wir uns auch an Frère Alois von Taizé und baten ihn um einen Beitrag, der von der Geschichte und der gelebten ökumenischen Erfahrung seiner Kommunität ausgeht. Élisabeth Parmentier haben wir gebeten, uns aus der Sicht einer Kirche der Reformation, näherhin aus evangelisch-lutherischer Sicht, einige Überlegungen beizusteuern über die Bedeutung des unterscheidend Christlichen in einer westlichen Gesellschaft wie der französischen, in der selbst das Verständnis der religiösen Sprache verlorengegangen ist. Albert Nolan, Felix Wilfred und Peter Phan tragen die entsprechenden Sichtweisen der kontextuellen Theologie aus Südafrika, Asien und den sozialistisch-kommunistischen Ländern des Fernen Ostens (China, Myanmar, Nord- und Südkorea) bei. Im Wechsel der Register zwischen theologischer Reflexion und der Erfahrung gelebten Christseins in der konkreten Geschichte El Salvadors und Mittelamerikas dekliniert schließlich Jon Sobrino das Thema Christsein von dem her, was er das „Hervorbrechen” des Christentums in das Dorf Aguilares nennt, wo am 12. März 1977 der Jesuitenpriester Rutilio Grande zusammen mit zwei Bauern den Tod fand. [...]


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