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Linda Hogan / Solange Lefebvre / Norbert Hintersteiner / Felix Wilfred
Von der Weltmission zum interreligiösen Zeugnis
Dass seit der Weltmissionskonferenz von 1910 ein Jahrhundert vergangen ist, war Anlass für zahlreiche theologische Reflexionen über Wesen und Eigenart der christlichen Mission heute. Die Beiträge in diesem Heft, Beispiele solchen Nachdenkens, entstanden für eine Konferenz, zu welcher CONCILIUM und die Irish School of Ecumenics im Juni 2010 gemeinsam ans Trinity College nach Dublin eingeladen hatten. Mit Blick auf diese wichtige Jahrhundertfeier konzentriert sich die hier vorgelegte Auswahl von Beiträgen auf die Frage, wie und in welchem Maße der interreligiöse Kontext das Wesen des christlichen Zeugnisses heute verändert hat. Natürlich stand die Vielfalt der Kulturen und Religionen den Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Konferenz von 1910 vor Augen, und darum war die Aufgabe des Zeugnisgebens innerhalb eines interreligiösen Kontextes schon in Edinburgh ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung. Allerdings hat ein Jahrhundert des Zeugnisgebens in einem solchen Kontext zu einer Neubewertung der Bedeutung religiöser und kultureller Vielfalt geführt und radikal neue Fragen für das Christentum aufgeworfen. Dieses Heft verortet deshalb die gegenwärtigen Herausforderungen der Vielfalt und des Pluralismus im Rahmen einer Auswertung des ersten Jahrhunderts der ökumenischen Bewegung, insbesondere innerhalb ihres Ringens um Respekt für die charakteristischen Konturen religiöser Identität bei gleichzeitigem Aufbau von Beziehungen der Integrität, Gegenseitigkeit und Zusammenarbeit.

Zweifellos legt die Intensität, das Ausmaß und die Reichweite des heutigen religiösen Pluralismus den Schluss nahe, dass die Kirchen vor einer Situation stehen, die qualitativ anders ist als jene, von der sie bislang ausgingen. Außerdem stellt die scheinbar widersprüchliche Realität wachsender Religiosität bei gleichzeitig wachsender Säkularität die Kirchen vor eine Vielzahl von Aufgaben, die nicht leicht zu verstehen sind. In Charles Taylors Augen bevölkern wir ein globales Feld, das aus unterschiedlichen Milieus mit radikal verschiedenen Weltanschauungen besteht, die nebeneinander existieren. Pluralismus, Religiosität und Säkularismus bestimmen gleichzeitig die Gestalt des Umfelds, in welchem Christen und Christinnen ihr Zeugnis des Evangeliums artikulieren. Diese Ausgabe von CONCILIUM möchte darauf reagieren, indem sie das ökumenische Projekt neu artikuliert und auf diese Weise den Weg bereitet für einen Übergang von der Sprache der Weltmission zu einem sich bereits herausbildenden Vokabular des interreligiösen Zeugnisses.

Das Heft wird eröffnet mit einer Reihe von Aufsätzen, die die theologische Bedeutung der Bewegung von der „Weltmission” zum „Weltchristentum” erkunden. Mit Blick auf die nachhaltig prägende Natur dieses Wandels beschreibt Felix Wilfred die radikale Veränderung von Gestalt und Eigenart des christlichen Zeugnisses im Zuge der Inkulturation des Christentums in der südlichen Hemisphäre. Die theologischen Implikationen dieses Übergangs, insbesondere für die Art, wie die Missionswissenschaft konzipiert wird, sind das Thema von Robert Schreiters Aufsatz. Darin geht Schreiter vor allem der Frage nach, wie der Wechsel von der Missionswissenschaft zur interkulturellen Theologie selbst eine Reaktion ist auf die Art und Weise, wie das Projekt der Moderne gegenwärtig neu bewertet wird. Wie Wilfred macht sich auch Schreiter Gedanken über die vielfältigen Wege, auf denen die Globalisierung derzeit unseren Diskurs über das Wesen religiöser Zugehörigkeit und über die Möglichkeiten interkultureller und kulturenübergreifender Kommunikation verändert.

Heute stehen alle Religionen vor der Frage, wie sie mit ihrem Zeugnis im öffentlichen Raum präsent sein können und wie sie insbesondere die ethische und politische Dimension ihres Glaubens geltend machen können, ohne diesen Glauben anderen aufzuzwingen. Eine zweite Gruppe von Beiträgen in diesem Heft untersucht deshalb die Auswirkungen des religiösen Pluralismus, wie er in verschiedenen kulturellen Zusammenhängen gelebt wird. Ina Merdjanova und Ataullah Siddiqui verfolgen diese Fragen in Bezug auf das orthodoxe Christentum im Osten beziehungsweise auf den Islam. Beide betrachten die Beschaffenheit konfessioneller Identitäten, die durch die Begegnung mit dem Anderen in Frage gestellt, weiterentwickelt und verändert werden, und beide diskutieren, wie der öffentliche Raum durch solchen interreligiösen Austausch gewinnen kann. [...]


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