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Dennis Gira / Diego Irarrázaval / Marie-Theres Wacker
Die Bibel als Wort Gottes
In den Jahren nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil war eines der bedeutendsten „Zeichen der Zeit”, die man innerhalb der katholischen Kirche wahrnehmen konnte, ein neu erwachtes, in der jüngeren Geschichte beispielloses Interesse an der Bibel. Überall auf der Welt wurde die Bibel von einer großen Anzahl von Menschen gelesen, diskutiert, studiert und meditiert. Als äußerst wichtig und hilfreich erwies sie sich im alltäglichen Leben der Menschen, die sich in christlichen Basisgemeinden und Bibelkreisen in Lateinamerika, Afrika, Westeuropa und darüber hinaus engagierten. Man unternahm viel, um die Bibel in die jeweiligen Muttersprachen zu übersetzen, vor allem im Süden. Andere Übersetzungsprojekte hatten sich zum Ziel gesetzt, die Botschaft der Bibel in einer Sprache darzustellen, die moderne Leser verstehen können. Katholische Bibelwissenschaftler übernahmen dankbar ein breites Spektrum historisch-kritischer Methoden, um den Sinn der biblischen Texte innerhalb des Kontextes des Nahen Ostens im Altertum zu erforschen. Die Systematische Theologie verabschiedete sich von Methoden, welche die Bibel als „Steinbruch” benutzten, aus dem sich Theologen bedienen konnten, um mittels willkürlich entnommener Textabschnitte dogmatische Wahrheiten zu begründen. Sie suchten nun stattdessen nach Wegen, ihre theologische Arbeit in biblischen Kategorien und Strukturen zu verankern. Sowohl der Gebrauch der Muttersprache in der Liturgie, insbesondere bei der Eucharistiefeier, als auch die nachdrückliche Empfehlung, dass die Predigten die Schriftlesung vom Tag auslegen sollten, sollten dazu beitragen, die Bibel als das Wort Gottes den Gläubigen näherzubringen.

Die Bischofssynode des Jahres 2008 zum Thema „Das Wort Gottes in der Sendung und im Leben der Kirche” kann als eine Art Zwischenbilanz der Situation nach vier Jahrzehnten biblischer Erneuerung in der Theologie und im Leben der Kirche interpretiert werden. Die Synode wertete vergangene Bemühungen und Entwicklungen aus, reflektierte das, was heute passiert, und entwickelte Perspektiven für die Zukunft. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden in konzentrierter Form in den 55 Vorschlägen dargelegt, die eine Reihe von grundlegenden theologischen Themen ansprechen und Leitlinien für das innerkirchliche Leben und für die Sendung der Kirche anbieten, das Wort Gottes der Welt so zu vermitteln, dass es Bedeutung erlangt.

I. Grundlegende theologische Fragen

Heute stehen die grundlegenden Fragen und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Bibel und deren Bedeutung in und für die Kirche wahrscheinlich noch klarer vor Augen als vor vierzig Jahren. Eine der wichtigsten Fragen betrifft den Ausdruck „Wort Gottes” selbst. Welchen Sinn kann diese Formulierung haben, wenn damit die Bibel charakterisiert werden soll? Wie können wir die „Stimme” Gottes inmitten der menschlichen Stimmen, die in diesen alten Texten sprechen, identifizieren? Und wie kann dieser Begriff vor der Kritik derer Bestand haben, die behaupten, dass Worte, die den Anspruch erheben, „Worte Gottes” zu sein, in den allermeisten Fällen einfach menschliche Machtinteressen verschleiern? Jürgen Werbick folgt dem philosophischen Weg, den Paul Ricoeur gebahnt hat, und plädiert in diesem Sinne für eine „Hermeneutik des Zeugnisses”: Wir können biblische Texte als Antworten auf einen Anruf lesen, dann auf die Antworten hören und von daher den Anruf, der vernommen worden ist, zu verstehen versuchen. Auf diese Weise ist es möglich, mit menschlichen Vermittlungen zu rechnen und das „Wort Gottes” als ein „ursprüngliches Wort” zu denken, das allen menschlichen Antworten darauf vorausliegt. In seinem Beitrag entfaltet Jürgen Werbick diese Art von Hermeneutik für christliche Gemeinden, die aktiv die Bibel lesen. [...]


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