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Unsere aktuelle Ausgabe 1/2018 zum Thema
»Das Christentum in Asien«
mit folgenden Beiträgen:
Zu diesem Heft
Daniel Franklin Pilario / Felix Wilfred / Po Ho Huang
Das Christentum in Asien – postkoloniale Begegnungen

Die Historiker des Christentums sind sich einig, dass der christliche Glaube noch vor dem Ende des 1. Jahrhunderts nach Asien und China gelangt ist. Historische Dokumente belegen, dass ein gewisser Theophilos im Jahr 354 im Auftrag von Kaiser Constantius II. »andere Teile von Indien« besuchte und dort eine christliche Gruppe vorfand, die der »Lesung des Evangeliums in sitzender Haltung« lauschte – was Theophilos’ arianischer Überzeugung sehr widerstrebte.1 Des Weiteren traf im Jahr 635 der christliche Missionar Alopen im China der Tang-Dynastie ein und wurde von Kaiser Taizong herzlich empfangen. Dessen tolerante Regierung erlaubte es dem Christentum, sich im Lande auszubreiten.2 Alopen war indessen nicht der erste Christ, der seinen Fuß auf chinesischen Boden setzte, denn viele Christen trieben bereits seit langer Zeit Handel entlang der Seidenstraße.
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Leseprobe 1
Felix Wilfred
Asiatische Formen des Christentums und Theologien aus der Perspektive des Postkolonialismus

Es gibt die übliche Standardversion der Darstellung des Christentums in Asien. Dabei geht es um Themen wie Missionsgeschichte, Inkulturation, die Föderation der asiatischen Bischofskonferenzen, Ortskirche, Befreiung, interreligiöser Dialog, usw. Es gibt Fragestellungen und Themenstellungen, in denen das asiatische Christentum vorkommt, und dieses wurde zum Anlass einer Menge von Ver öffentlichungen und Doktorarbeiten. Im Gegensatz dazu soll hier der Versuch unternommen werden, das asiatische Christentum aus einer ganz anderen Per spektive in den Blick zu nehmen, und zwar tatsächlich durch die Brille postkolonialer Theorien.

I. Ein Slogan

Ich möchte gerne mit einer ersten Lektion zu Postkolonialismus beginnen. Vor mehr als fünfzig Jahren wurde ich als siebzehnjähriger Student in Italien bei einem Besuch in London während des Sommers Augenzeuge einer Demonstration indischer Immigranten gegen Rassendiskriminierung. Ich sah eine junge indische Frau mit einem Schild, auf dem geschrieben stand: »Wir sind hier, weil ihr dort wart!« Kolonialismus ist tatsächlich ein Weg, der in beide Richtungen verläuft und sowohl die Kolonisierten als auch die Kolonialherren betrifft. Dieser Funke wurde bereits damals in mir entfacht. Es bedurfte vieler weiterer Jahre, bis ich die tieferen postkolonialen Schlussfolgerungen dieses Slogans auf dem Schild verstand. Kolonialismus ist wie die indische Theorie vom Karma. Jede unserer Handlungen erzeugt Wellen und Schwingungen, die anhalten, und daraus gibt es kein Entkommen.
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Leseprobe 2

Marie-Theres Wacker

Postkoloniale Annäherungen an Gal 3,27–28 für eine Vielfalt des Christentums in Asien

Erinnerungen

In meiner Kindheit, dem Jahrzehnt vor Beginn des II. Vaticanums, hörte ich zu Hause viele Erzählungen über Missionare, die zu fernen Völkern zogen, um das Wort Gottes zu verkündigen. Mein Vater war Laien-Mitarbeiter der Steyler Missionare (SVD) in deren Mutterhaus in Steyl, das nur wenige Kilometer von meinem Geburtsort an der niederländischen Grenze entfernt liegt. Meine Brüder und ich wussten, dass Steyler Patres, Schwestern und Brüder auch in vielen asiatischen Ländern tätig waren. Erst viel später, während meines Theologiestudiums in den 1970ern, wurde mir bewusst, dass Arnold Janssen seine Kongregation in einer Zeit gegründet hatte, als der deutsche Kaiser damit begann, im Pazifik Kolonien zu erwerben, und dass eines dieser sogenannten »Schutzgebiete«, das heutige Neu-Guinea, damals »Kaiser-Wilhelms-Land«, Missionsgebiet der Steyler war. Heute wird in dieser Kongregation – wie in vielen anderen Missionsgesellschaften auch – die eigene Vergangenheit kritisch reflektiert. Der seinerzeit mit hohem Ernst vertretene Ansatz, Mission bedeute Seelen zu retten, musste nach dem II. Vaticanum theologisch neu und anders gefasst werden.
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Leseprobe 3

José M. de Mesa

Linguistische Dominanz in der Theologie

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragDie Dominanz der englischen Sprache: Eine persönliche Erfahrung

Als ich einmal in einem Buchgeschäft war, verbot mir dort eine Verkäuferin, mich umzusehen. Ich erklärte ihr in unserer philippinischen Sprache, dass ich ein Professor an der hiesigen Universität sei und lediglich einige Bücher heraussuchen wollte, die ich der Universitätsbibliothek empfehlen konnte. Als sie darauf bestand, dass ihr Verbot der Politik des Geschäfts entsprach, entschloss ich mich dazu, ein Gespräch mit dem Geschäftsführer zu verlangen. Um intelligent und zur Oberschicht gehörig zu wirken, spricht man auf den Philippinen Englisch. Wahrscheinlich habe ich daher unbewusst zur englischen Sprache gewechselt, als er auftauchte. Ich erklärte ihm in Englisch, was ich tat. Und er antwortete prompt: »Oh ja, mein Herr, das können Sie sehr gerne tun.« Das zeigt, dass Englisch immer noch eine große Macht über unsere eigene philippinische Sprache hat, die auf der Kolonialisierung beruht, die zu einem früheren Zeitpunkt unserer Geschichte geschehen war.1 In der breiten Gesellschaft bedeutet »der enorme Einfluss des Englischen als Statussprache, dass kaum ein Austausch zwischen der gesellschaftlichen Kluft« der Sprecher der philippinischen Sprache und der englischsprechenden Menschen stattfindet.2 In genau diesem Moment wurde ich sowohl zum Opfer als auch zum Täter, ein kolonialisierter Geist, der die Sprache unserer Kolonialisierer nutzte.3
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Professor dr. Hildegard Warnink, dean of the Faculty of Canon Law, and professor dr. Felix Wilfred, president of the Board of Directors of Concilium, have the honour to invite you for the presentation of the volume

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