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Unsere aktuelle Ausgabe 2/2019 zum Thema
»Populismus und Religion«
mit folgenden Beiträgen:
Zu diesem Heft
Thierry-Marie Courau / Mile Babić / Susan Abraham
Populismus und Religion


Wann kommt Populismus auf? In einem existenziellen Sinn dann, wenn die Menschen glauben, sie seien verloren, sie hätten ihre Träume, ihre Erträge, ihren Status, ihre Position verloren oder seien im Begriff, sie zu verlieren: wesentliche Dimensionen ihres Lebens, individuelle oder kollektive Interessen, für die sie oft gekämpft oder sich abgemüht hatten. Oder wenn sie sich persönlich bedroht fühlen. Populismus scheint aufzukommen, wenn das Zusammenleben in einem pluralistischen Umfeld vermeintlich in eine Krise geraten ist oder wenn bestimmte Menschen sich von den globalen politischen oder wirtschaftlichen Verhältnissen übergangen fühlen. Dann kann sich eine Sehnsucht nach einer imaginären Vergangenheit ausbreiten und an die Stelle ernsthafter Bemühungen treten, eine Zukunft für alle Menschen zuwege zu bringen. So schließen manche Gruppen ihre Reihen in Abwehr, anstatt sich zu öffnen und andere willkommen zu heißen. Leiden, Frustrationen, Befürchtungen und Wut sammeln sich an, überschneiden und verstärken einander gegenseitig. Das Gefühl, kränkend ungerecht behandelt zu werden, macht sich breit. Das Lamentieren wird zum Modus der Selbstwertsteigerung.

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Leseprobe 1
Susan Abraham
Maskulinistischer Populismus und toxisches Christentum in den Vereinigten Staaten

Gefährdete Demokratie

In den Vereinigten Staaten stellt die populistische Rhetorik aus der Hautfarbe oder dem Geschlecht abgeleitete essentialistische Identitäten in den Mittelpunkt und bedient sich dabei einer speziellen Vorstellung von Christentum. Darin liegt eine Gefahr für die demokratischen Institutionen Amerikas. Das amerikanische Christentum, dessen größte Gruppen evangelikal ausgerichtete weiße Protestanten sind, ist ein Beispiel für das Ideal eines »muskulösen Christentums«, eines Christentums also, das seine Muskeln spielen lässt und eine bestimmte Sicht von Männlichkeit und Weiblichkeit vertritt. Dieses muskulöse Christentum hängt zugleich mit dem Aufstieg der Eugenik und ihrem Glauben an die Überlegenheit der weißen amerikanischen Männer zusammen. Im gemeinsamen Kontext des muskulösen Christentums sind der amerikanische Protestantismus und der amerikanische Katholizismus kaum zu unterscheiden, weil sie sich völlig einig sind, was die Überlegenheit des Weißseins, die Überlegenheit der Männer und die traditionellen Geschlechterrollen in Familie und Gesellschaft angeht. Dieser Kontext des muskulösen Christentums, der als militant christlich-evangelikale Männlichkeit beschrieben wurde, ist der Kontext des Aufstiegs von Donald Trump und seiner Sorte rechtsgerichteter populistischer Politik in den Vereinigten Staaten.
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Leseprobe 2
Marida Nicolaci
Das »Volk Gottes« und seine Idole in dem Einen und dem Anderen Testament
Wie die Heilige Schrift die populistische Rhetorik infrage stellt

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten Beitrag»Wenn du dich im Volk wiedererkennst, wenn du zu ihm gehörst, bist du volksnah, wenn du einen Fetisch errichtest, in dem das Volk sich wiedererkennen kann, bist du populistisch.«
Michela Murgia1

Die Heilige Schrift auf der Suche nach Argumenten zu befragen, die sich gegen die populistische Rhetorik wenden, wirft zahlreiche Probleme terminologischer, methodologischer und hermeneutischer Art auf, angefangen beim Problem der Definition des Begriffs eines »grundsätzlich abzulehnenden Populismus«.2 Worauf bezieht man sich, wenn man von populistischer Rhetorik spricht? Wie kann man biblische Motive und Modelle, die hinsichtlich ihrer Formen, Kontexte und politischer Strukturen von vormodernen Gesellschaften kulturell geprägt sind, mit methodischer Strenge in Verbindung bringen mit solchen, die in der nachmodernen westlichen Welt und noch spezifischer in solchen amerikanischen und europäischen Kontexten beheimatet sind, in denen die wachsende Durchsetzung von Regierungen und politischen Anführern, die »Populisten« genannt werden können, der Beweis dafür ist, dass die repräsentative Demokratie in eine Krise geraten ist?
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Leseprobe 3
Carmelo Dotolo
Die Paradoxe des Populismus und der Beitrag der Kirche zur Demokratie
Hypothesen für unterwegs

I. Demokratie und Populismus: ein hermeneutischer Konflikt

Was den Populismus ausmacht, lässt sich – einmal abgesehen davon, dass er vielleicht eine Art ideologische Marke darstellt, die auf der Basis einer moralistischen Politikauffassung etwas mit dem Gegensatz zwischen (korrupter) Elite und (reinem) Volk zu tun hat – keineswegs klar definieren. Er mutet an wie die Interpretation einer neuen »fundamentalen Bruchlinie« in den sozio-politischen und kulturellen Gegebenheiten der Gegenwart. Dieser Cleavage erscheint wie eine radikale Aushebelung jener Prozesse, die mit der Zeit zur Entstehung der Architektur des öffentlichen Raums geführt haben: Kognitive Modelle und ethische Praktiken weisen auf einen Weg der Entdemokratisierung hin, der den Willen, das Handeln des Staates und die von seinen Bürgern artikulierten Forderungen in ein angemessenes Verhältnis zu bringen, zu untergraben scheint. Auch wenn die Gegenwartsgeschichte als Teil eines fortschreitenden demokratischen Weges gelesen werden kann, hat das Prinzip der modernen Subjektivität darin gleichwohl mit kulturellen, sozialen, religiösen und ethischen Elementen zusammengewirkt, die eine mehr oder weniger ausgeglichene Konfiguration der anthropologischen und sozialen Strukturen anstrebten. Man kann nicht umhin, anzuerkennen, dass die Moderne mit ihrer Förderung eines anderen Weltbilds und einer liberalen Kultur einen Weg der Freiheit und Emanzipation beschritten hat.

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