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Inhaltsverzeichnis
ZU DIESEM HEFT

DANIEL FRANKLIN PILARIO, SUSAN ROSS, SOLANGE LEFEBVRE
Minderheiten
THEMA: Minderheiten
R. SCOTT APPLEBY
Die Sakralisierung der Ausgrenzung. Zum Aufstieg von Ultranationalismus und Rechtspopulismus

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Das Jahr 2016 war in global- wie nationalpolitischer Hinsicht eine Wasserscheide. Von den Philippinen bis nach Italien, vom Vereinigten Königreich bis in die Vereinigten Staaten wurde die Wahlurne zu einem Instrument radikaler politischer Neuorientierung und zu einer Waffe der ökonomisch Ausgegrenzten. Auch wenn es oft gewagt ist, aus den Entwicklungen und Trends vieler verschiedener Länder und Regionen pauschale Schlüsse zu ziehen, lässt sich der Aufstieg rechtspopulistischer Politiker in den meisten der jüngeren Fälle auf dieselbe Ursachenkombination zurückführen: Jahrzehnte wachsender Einkommensungerechtigkeit, die die Kluft zwischen den reichsten fünf Prozent und dem Rest der Bevölkerung immer breiter werden lässt; Globalisierungsmuster, die die ökonomischen Eliten der wohlhabendsten Nationen begünstigen, denen wiederum die Eliten anderer Länder Schützenhilfe geben; und die Tendenz, nationale Minderheiten, Immigranten, religiöse Minderheiten und oft auch die Ärmsten der Armen zum Sündenbock zu machen.

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragNEERA CHANDHOKE
Säkularisierung, Demokratie und die Rechte von Minderheiten

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Obwohl ein postsäkulares Zeitalter angebrochen ist, ist in pluralistischen Gesellschaften ein „schwacher“ Begriff von Säkularisierung entscheidend, um die Gleichheit der Religionen und, was noch wichtiger ist, die Rechte von Minderheiten sicherzustellen. Um zu verstehen, was Säkularisierung bedeutet, dürfen wir sie nicht als einen für sich stehenden Begriff auffassen, sondern als einen Begriff, der mit dem der Demokratie einhergeht. Während Säkularisierung dazu verpflichtet, dass eine Regierung in ihren Vorhaben keinen religiösen Plan verfolgt, sich selbst durch Berufung auf eine religiöse Autorität legitimiert oder eine Staatsreligion proklamiert, sorgt Demokratie dafür, dass sich Gleichheit oder Nichtdiskriminierung, Freiheit der religiösen Überzeugung und der Schutz religiöser Minderheiten aus dem generischen Prinzip von Gleichheit und Freiheit ergeben

ROLANDO A. TUAZON
Kulturelle Minderheiten und die katholische Soziallehre

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Ausgehend von der konkreten Erfahrung der Exklusion oder Marginalisierung indigener Völker auf den Philippinen, fragt der Artikel danach, wie die katholische Soziallehre auf die sozialen Anliegen von Minderheiten eingeht. Er stellt die traditionelle Position der kirchlichen Soziallehre den laufenden Diskussionen über die Rechte von Minderheiten gegenüber – besonders auf dem Gebiet der Kultur und der ethnischen Zugehörigkeit. Mithilfe des von Enrique Dussel entwickelten analektischen Rahmens der Ethik werden die Richtungen erkundet, in die die Entwicklung der kirchlichen Soziallehre weitergehen könnte, wenn sie eine schöpferische und aussagekräftige Antwort auf die Fragen von Minderheiten in unserer immer globaleren und zugleich fragmentierten Welt geben will.

DIEGO IRARRAZAVAL
Spirituelle Herausforderungen ausgehend von unterdrückten Minderheiten

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Auf dem amerikanischen Kontinent steht die Theologie vor der Herausforderung der Unterwerfung, des Widerstands und der Hoffnung bei unterschiedlichen Arten von Minderheiten (diskriminierten, wohlhabenden, gläubigen und gleichgültigen).Wenn man über benachteiligte Völker und Milieus nachdenkt, dann wird das Mysterium des anderen greifbar. Globale Prozesse spalten die Minderheiten auf und rücken sie in Distanz. Ich vollziehe das nach, was in indigenen Milieus, in Mittelamerika, in Brasilien, in Chile und in Basisgemeinden passiert ist. Es gibt neureligiöse und postmoderne Verheißungen, die mit der Hinwendung zu Gott konkurrieren. Die Übereinstimmung mit der „von Minderheiten bestimmten“ Praxis Jesu und der Gemeinden bieten hermeneutische Wege an, um den Herausforderungen von heute zu begegnen.

STEFANIE KNAUSS
Sexuelle Minderheiten: Der Leib Christi in den Farben des Regenbogens

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

In diesem Beitrag geht es vor allem um sexuelle Minderheiten. Dazu zählen Menschen, deren sexuelle Identität oder Orientierung nicht dem binären, heteronormativem Schema entspricht und die in der Diskussion um Minderheitenrechte häufig nicht vorkommen. Was bedeutet es für die Theologie, die Erfahrungen dieser als sexuell „deviant“ angesehenen Menschen in den Mittelpunkt theologischer Überlegungen zu stellen? Insbesondere geht es darum, in welcher Weise sexuelle Minderheiten die theologischen Kategorien infrage stellen und wie ihre Existenz eine Anfrage an uns darstellt, unser Sprechen zu und über Gott und über die Kirche als Leib Christi neu zu überdenken.

BRYAN MASSINGALE IM GESPRÄCH MIT SUSAN ROSS
Die Vorherrschaft von Weißen, die Wahl Donald Trumps und die Herausforderung für die Theologie

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Dieser Beitrag ist die Transkription eines Interviews, das Susan Ross am 12. Januar 2017 mit Professor Bryan Massingale geführt hat. Nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten haben die rassistischen und ethnisch motivierten Angriffe auf Minderheiten überall im Land zugenommen, und es wächst die Sorge darüber, welchen gesellschaftlichen Ort die Minderheiten in den USA haben. In den letzten zwei Jahren hat die Tötung einer Reihe schwarzer Männer und Frauen viel Aufmerksamkeit und auch Protest erregt, insbesondere im Umfeld der Black Lives Matter-Bewegung, die sich nach dem Tod Michael Browns im Sommer 2014 gebildet hat. Massingale ist eine wichtige Stimme der katholischen Theologie; er hat sich häufig zur Situation von Afroamerikanern in den USA und insbesondere in der katholischen Kirche in den Vereinigten Staaten geäußert.

MICHEL ANDRAOS
Die christlichen Gemeinschaften im Mittleren Osten. Verfolgte Minderheiten oder indigene Völker?

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Dieser Artikel geht anhand einer kurzen historischen Analyse einigen Aspekten der Identitätsbildung und des Selbstverständnisses der christlichen Gemeinschaften im Mittleren Osten nach. Er tut dies mit Blick auf ihren Minderheitenstatus seit den Anfängen des Osmanischen Reichs. Dabei vertritt er die Auffassung, dass die vorherrschenden Narrative wie jenes von den »verfolgten christlichen Gemeinschaften in der islamischen Welt, die dringend des Schutzes bedürfen«, historisch einfach nicht korrekt und aus einer Reihe von Gründen sehr problematisch sind. In den zurückliegenden Jahrzehnten hat die Führungsriege dieser Gemeinschaften jedoch eine neue Richtung eingeschlagen, von der der Autor glaubt, dass sie der Beginn einer neuen geschichtlichen Epoche sein könnte.

MAUNG JOHN
Die Rohingya-Muslime von Myanmar

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Die Rohingya-Muslime gehören zu den am schärfsten verfolgten Minderheiten in Myanmar. Sie fliehen aus Myanmar aufgrund von Armut, Konflikten und Verfolgung, sie werden in Länder, in die sie kommen, unmenschlich behandelt (oder man verweigert ihnen überhaupt den Aufenthalt). Die Ansiedlung der Rohingyas in Myanmar erfolgte vor vielen Jahrhunderten. Dass ihnen die hegemoniale buddhistische Mehrheit das Bürgerrecht verweigert, führt zu dem, was man nun ethnischen Genozid nennt. Die Antwort der Kirche ist bestenfalls zweideutig. Während einige führende Persönlichkeiten der Kirche, darunter auch der Papst, für ihren Schutz kämpfen, schweigen andere zu diesem Thema oder eilen ihnen nicht zu Hilfe, um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden.

CRISTINA SIMONELLI
Kirchen im Spiegel: Die Roma als Test für das Evangelium

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

In der Art und Weise, wie die Kirchen die Volksgruppen der in Europa ungefähr 12 Millionen zählenden und mehr oder weniger dicht angesiedelten Roma in ihr Leben einbeziehen, sich gegen sie abgrenzen oder sie gar zurückweisen, zeichnen sich sehr unterschiedliche Modelle der Evangelisierung und der Formen von Kirchesein ab. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich im Zusammenhang mit dem Konzil eine Form von Anteilnahme und Wertschätzung für die Lebenswirklichkeit der Roma entwickelt. Dabei sind kirchliche Gemeinschaften entstanden, die fähig sind, in ihrem Inneren großzügig Raum zu geben für die Beteiligung ihrer Mitglieder an kirchlichen Diensten. Nach wie vor aber besteht die Herausforderung, auf diesem Weg weiterzugehen, denn Intoleranz und Rassismus sind alles andere als verschwunden, und oft sind auch die Kirchen davon betroffen. Heute gibt es jedoch Vereinigungen von Roma, die sich zu kulturellen und politischen Themen zu Wort melden, und damit sind nun ganz neue Szenarien eröffnet worden.

STAN CHU ILO
Die Rechte afrikanischer indigener Völker. Lektionen aus den Kämpfen der Ogoni vom Niger-Delta

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Dieser Beitrag zeigt auf, wie der Kampf um die Kontrolle von Ressourcen vonseiten der Minderheit der Ogoni im Niger-Delta im Süden Nigerias die Herausforderungen plastisch vor Augen führt, denen viele indigene Völker in Afrika gegenüberstehen. Er zeigt, dass der Staat und internationale Akteure sich oft miteinander verschwören, um das Land indigener Völker auszuplündern, wobei sie weniger auf deren Recht auf Land, auf einen Lebensunterhalt und auf die Erhaltung ihrer kulturellen und religiösen Rechte achten. Dieser Beitrag macht deutlich, dass indigene Völker Afrikas über klare ethische Prinzipien und gemeinschaftliche Praktiken verfügen, um der Ganzheit in der Schöpfung gerecht zu werden. Das erreichen sie mittels ihrer über lange Zeit eingeübten täglichen Praxis zum Schutz ihres natürlichen Lebensraums, um ein Leben in Fülle für sich und die künftigen Generationen sicherzustellen. Der Artikel zeigt am Schluss auf, wie afrikanische Ökotheologien und Theologien der Solidarität innerhalb der weltweiten Christenheit afrikanische indigene Völker auf der Suche nach Zugehörigkeit und Selbstsein mitten in einer Welt begleiten können, die zuweilen ihre Rechte und kulturellen Traditionen zu vergessen scheint.

KATHLEEN RUSHTON
Pazifische Inselbevölkerungen: Resilienz und Klimawandel

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Der vorliegende Beitrag will auf die zunehmende Marginalisierung der vergessenen Minderheit verschiedener pazifischer Inselbevölkerungen aufmerksam machen, die die Ersten sind, die mit dem Klimawandel leben müssen. Von den wohlhabenden Industrieländern, die mit ihrer Fokussierung auf ökonomisches Wachstum weiterhin zum Klimawandel beitragen, wird ihre Situation ignoriert. Reaktionen auf diese komplexe Frage konzentrieren sich vor allem auf Abschwächung (Industrienationen) und Anpassung (Pazifische Inselbevölkerungen). Die pazifischen Inselbevölkerungen haben fünf miteinander verbundene Faktoren benannt, die zu ihrer Marginalisierung beitragen: Nahrung und Wasser; Küstenerosion und Meeresspiegelanstieg; Offshore-Förderung von Öl und anderen Rohstoffen; Auswirkungen von Extremwetter und Klimafinanzierung.

JEAN-FRANÇOIS ROUSSEL
Die schwierigen Wege zur Wahrheit und zur Versöhnung. Kirchen und Theologie in Kanada nach dem Ende der Erziehungsanstalten für Kinder indigener Völker

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Ein Jahrhundert lang haben die Kirchen Kanadas in Partnerschaft mit dem Staat ein System von Erziehungsanstalten für Kinder indigener Völker verwaltet. Bei ihren Bemühungen, die Ausmaße der mit dem System verbundenen Gewaltanwendung und auf Völkermord hinauslaufenden Praktiken sichtbar zu machen, hat die kanadische Kommission für Wahrheit und Versöhnung die Kirchen nachdrücklich aufgefordert, sich der Herausforderung zu stellen, Wiedergutmachung dafür zu leisten. Die Kirchen haben aber inzwischen ihre hegemoniale gesellschaftliche Position verloren und sind ärmer geworden. Dieser Artikel untersucht die Herausforderungen, vor welche die Kirchen und die Theologie in dieser neuen Situation gestellt sind.

THEOLOGISCHES FORUM
ABBY DAY
Ältere Laiinnen in der anglikanischen Kirche und ihr Kampf gegen Priesterinnen
 
ANSELMO BORGES
Die »Erscheinungen« von Fatima
 
REZENSIONEN
Margit Eckholt (Hg.): Gender studieren. Lernprozess für Theologie und Kirche
Thomas Laubach (Hg.): Gender – Theorie oder Ideologie? Streit um das christliche Menschenbild

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