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Inhaltsverzeichnis
ZU DIESEM HEFT

THIERRY-MARIE COURAU UND CARLOS MENDOZA-ÁLVAREZ
Kulturen und Religionen im Gespräch
THEMA: Kulturen und Religionen im Gespräch
JEAN-JACQUES WUNENBURGER
Wissenschaftstheoretische und hermeneutische Paradigmen des Interreligiösen

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Die Vielfalt der Religionen ist Gegenstand von Streit und Ausgrenzung,, aber ebenso zahlreich sind Versöhnungsversuche aufgrund der Annahme einer transzendenten Einheit der Religionen. Ist aber nicht eine jede Religion eher ein geschlechtlicher Pol einer androgynen Einheit wie bei Platon oder wie eine Leibniz’sche Monade, die einerseits in sich verschlossen, ohne Türen und Fenster, ist, und andererseits einem Spiegel des Geistes der Menschheit gleicht? Oder muss man nicht auch einen dritten Vermittler in Anspruch nehmen? Es werden hier einige Kategorien und diskursive Strategien untersucht, um ein gegenseitiges Verständnis der Religionen ohne gewaltsame Durchsuchung und ohne Verzicht auf ihre eigene Identität zu ermöglichen.

HUANG PO HO
Beobachtungen zu den Denkstrukturen der Han und deren Einflüsse auf Religion und Theologie

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Die Ausdrucksmöglichkeiten der Han sind durch die Struktur ihrer Sprache geprägt. Die Sprache geht ursprünglich auf Piktogramme zurück. Von diesen ausgehend hat sich eine besondere, bildliche Darstellungsweise entwickelt, bei der abstrakte Konzepte durch konkrete Bilder zum Ausdruck gebracht werden; d.h. abstrakte Konzepte werden in konkrete und zählbare Metaphern überführt. Auf der Grundlage dieser Besonderheiten hat sich so eine besondere Art des Denkens bei den Han entwickelt. Dazu gehören eine intuitive Art und Weise des Denkens, eine Vorliebe für die Vorstellung des »Kreises« sowie die Betonung der Individualität anstatt der Universalität.

ROMAIN BERTRAND
Das Spiel der Identitäten in den Begegnungen zwischen Europa und Inselindien (16. bis 17. Jahrhundert)

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Im 16. Jahrhundert kommt es zu vielfältigen Kontakten zwischen den Europäern (Portugiesen, Holländern, Engländern) und den politischen Gesellschaften des malaiischen Raums (Aceh, Banten, Pattani). In der klerikalen Literatur und insbesondere in den Hagiologien der Missionsorden wird diese »Begegnung« oft als Frontalzusammenstoß zweier einander von Natur aus feindlich gesinnter religiöser Welten dargestellt und der »Hass auf den christlichen Glauben« (odium fidei) als Motiv angeführt, um das »Martyrium« zu erklären, das die Fidalgos aus Malakka durch den Sultan von Aceh oder die Javaner erlitten hätten. Eine Sichtung der Dokumente zeigt jedoch, dass sich die südostasiatischen Potentaten in ihren Interaktionen mit den Europäern nicht von religiösen Erwägungen, sondern von kommerziellen und politischen Rivalitäten leiten ließen und dass die Übergänge zwischen den dort aufeinander treffenden Welten tatsächlich zahlreich sind.

ANNE DOUAIRE-BANNY
Beziehung und Opazität: Sich austauschen, ohne sich zu verlieren

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Als Erfindungs- und Tatkraft entwirft die Dichtung ein ambitioniertes Modell des kulturellen Dialogs. Aimé Césaire und Édouard Glissant, zwei aus Martinique stammende Dichter des 20. Jahrhunderts, bringen ausgehend von ihrer ganz eigenen historischen Erfahrung eine komplexe und reiche, in der Kreolisierung begriffene Welt zu Papier. Die Négritude ist ein Manifest des Menschseins, das sich nicht auf eine bestimmte Hautfarbe beschränkt; die Beziehung geht über die kulturelle Mischung hinaus und offenbart eine rhizomatische Welt, in der die entschlossene Verwurzelung am jeweiligen Ort zur Andersheit hin aufschließt. Die geforderte und gewährte Opazität bewahrt vor der beständigen Bedrohung der globalen Vereinheitlichung.

CARLOS MENDOZA-ÁLVAREZ
Die Entstehung von Rationalität aus dem Widerstand gegen die systemische Gewalt

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Dieser Beitrag entfaltet eine Analyse der gesellschaftlichen, wissenschaftstheoretischen und spirituellen Widerstandsformen heute vonseiten der Opfer der Gewalt des Systems im globalen Süden. Nach dem Scheitern der instrumentellen Vernunft – die sich durch den neoliberalen Kapitalismus, insbesondere nach dem Modell des „extraktivistischen Staates“, der von einer Spielart der Opferreligion unterstützt wird, in allen Weltreligionen ausbreitet – ist es unumgänglich, die Frage nach der Rationalität vom Pluralismus aus zu stellen. Eine solche Perspektive muss in der Lage sein, den vielfachen Erfahrungen, Erzählungen und Symbolen gerecht zu werden, die unter den Menschen und Gemeinschaften entstehen, welche diese „Resilienz“ leben. Eine solche plurale Rationalität wird hier „messianisch“ genannt, um ihren theologischen Sinngehalt zu betonen, der mit der Kenosis des göttlichen Wortes verbunden ist, die dem Ursprung der Schöpfung, der Offenbarung und der Erlösung zugrunde liegt. In ihrem phänomenologischen Grund zeigt sich die eschatologische Vorwegnahme dank der Praktiken und Erzählungen der Hingabe, welche die Opfer leben, die die Mauer des Hasses niederreißen, die als das wahre Glaubensverständnis der heilenden Gegenwart Gottes in der Welt entsteht.

OLIVIER ABEL
Die metaphorische Wahrheit des Universellen. Bemerkungen zum Verständnis der Universalität bei Paul Ricoeur

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Vom metaphorischen Charakter der „lebendigen“ Wahrheit und der „lebendigen“ Universalität ausgehend, unterstreicht der Autor einige Themen eines alten Textes von Paul Ricœur. Dieser sieht in dem Skeptizismus, der verursacht ist von einer touristischen Beziehung zu den Kulturen, in der es nur noch „andere“ gibt, eine Gefährdung der kumulativen Fortschritte der globalen Kultur. Auf der Suche nach dem in den „ethisch-mythischen Kernen“ zu findenden Herz der Kulturen legt er die Bedingungen für das Gelingen einer schöpferischen Begegnung dar und sieht als Lösung einen „Gleichklang bei gleichzeitig fehlender Übereinstimmung“ und das Vertrauen in die Fruchtbarkeit des Aushaltens von einander widerstreitenden Meinungen.

FRANÇOIS BOUSQUET
Wahrheit, Respekt vor dem Singulären und Universalität im Dialog

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Dieser Beitrag untersucht zunächst die Begriffe Universalität und Wahrheit. Die Wahrheit wird gemäß den drei Ordnungen – der noetischen, der ethischen und der religiösen – betrachtet, und Universalität ist nicht die des Allgemeinen, sondern sie ist in der Wahrheit des in Beziehung stehenden Singulären zu finden. Die umfassende Formel, die das Universale mit dem Singulären verbindet, lautet: die Freude an der Gemeinschaft bei aufrechterhaltenem Unterschied. Dann werden drei Erfahrungen eines Pluralen näher betrachtet, das nicht ohne Einheit besteht: die Transzendentalien (sein, eins sein, wahr, gut und schön sein); die Übersetzung, die mit einem Überschuss an Sinn konfrontiert ist; die Person innerhalb einer Menschheit, in der ein jeder einzigartig ist und alle solidarisch sind.

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragFELIX WILFRED
Der christliche Glaube und die soziokulturellen Formen der Rationalität. Überlegungen aus Asien

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Bevor wir über das Verhältnis von Vernunft und Glauben nachdenken, sollten wir heute den reichhaltigen und vielgestaltigen Charakter der Rationalität ins Auge fassen. Sprache und Kultur sind Mutterböden, die verschiedene Formen und Ausdrucksweisen von Vernunft hervorbringen, und deshalb sollte Vernunft nicht nur abstrakt, sondern auch in ihrer praktischen Zusammensetzung und Bedeutung betrachtet werden. Darüber hinaus ist das Geheimnis der letzten Wahrheit, wie die asiatischen Traditionen zeigen, Teil einer Suchbewegung, einer Reise, und deshalb braucht die Theologie ein Verständnis von Vernunft, das nicht statisch, sondern in Bewegung ist. Angesichts des Formenreichtums der Rationalität bekommt es der Theologie nicht gut, sich bloß in einer einzigen Form der Rationalität – der griechisch-römischen – zu verankern und diese zum ultimativen Bezugspunkt zu erheben. Die Denkweisen der Kontexte haben tiefe Auswirkungen auf das Leben der christlichen Gemeinschaften und ihrer Theologien in der globalisierten Welt.

BRUNO CADORÉ
Der Dialog als Hoffnung auf Wahrheit

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Ist das Wahre nicht der Gegenstand und das Fundament jedes Dialogs? Das Erfordernis einer Kommunikation, welches die Vorstellung und Möglichkeit einer gemeinsam bewohnten Welt zum Gegenstand hat, darf die Divergenzen nicht verschweigen. Dies verlangt, aufzubrechen und die Vertrautheit mit seiner eigenen Welt zu verlassen, die Vorstellung aufzugeben, dass ein Konsens über bestimmte Überzeugungen möglich sei. Es bedeutet, sich auf eine entschiedene Weise für ein Denken mit anderen zu engagieren. Dann wird sich eine „Reife für ungelöste Probleme“ entfalten, deren Grundlagen durch das Studium geschaffen werden. Und die dazu erforderliche Geduld kann in der Atmosphäre der brüderlichen Gemeinschaft wachsen. Wenn man begreift, dass der menschliche Verstand eine eschatologische Struktur hat, dann macht das Ausharren in der Begegnung es möglich, auf dem Weg zu bleiben. Dies ist der Weg, auf dem sich denen, die miteinander die Begegnung im Dialog suchen, die „Wahrheit“ gerade dadurch enthüllt, dass sie sich ihrem Zugriff entzieht.

THIERRY-MARIE COURAU
Der Einheit entgegen: Dem Aufruf zur Wahrheit entsprechen.

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Das Konzept der Rationalität entzieht sich einem allen gemeinsamen Zugriff. Die Vielfalt der Weltanschauung meint nicht, dass jede Rationalität eine unveränderliche Monade ist. Vielmehr ist jede eine dynamische Verbindung. Wir sind aufgerufen, die Komplexität der Welt und die Vielfalt der Wirklichkeiten, aus denen sie sich zusammensetzt, anzuerkennen und zu leben ‒ entgegen der herrschenden Tendenz, diese Wirklichkeiten zu vereinheitlichen und so ihre Vielfalt zu negieren. Diese Tendenz, Gleiches zu tun oder zu sehen, lässt die Sehnsucht nach Einheit fragwürdig erscheinen und verweist auf den vergessenen Dritten. Die Einheit ist eine eschatologische Ausrichtung: ein Plan, den Gott mit der Menschheit hat, ein Bestreben der Menschen. Das Streben nach Einheit muss das zum Einsatz bringen, was den Menschen ausmacht: dass er nur dann wahrhaft Mensch ist, wenn er sich als ein Sein dia logou, als wesentlich dialogisch wahrnimmt und begreift. Dies aber kann nur durch die Anerkennung des Dritten, des »Milieu« geschehen, der sich als Wahrheit entschleiert.

THEOLOGISCHES FORUM
FELIX WILFRED
Die Armen machten sie zur Heiligen: Mutter Teresa in ihrem Kontext
 
HERMANN RODRIGUEZ OSORIO
Die Anfragen von Papst Franziskus an die Theologie heute.
 
REZENSIONEN
Thomas Schreijäck – Vladislav Serikov (Hg.): Das Heilige interkulturell. Perspektiven in religionswissenschaftlichen, theologischen und philosophischen Kontexten
Michel Bollag – Christian Rutishauser: Ein Jude und ein Jesuit im Gespräch über Religion in turbulenter Zeit
Zygmunt Bauman: Die Angst vor den anderen. Ein Essay über Migration und Panikmache

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