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Inhaltsverzeichnis
ZU DIESEM HEFT

FELIX WILFRED, ANDRÉS TORRES QUEIRUGA UND ENRICO GALAVOTTI
Das kanonische Recht am Scheideweg
THEMA: Das kanonische Recht am Scheideweg
Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten Beitrag

WIM DECOCK
Licht der Welt – Zur »historischen« Rolle des Kirchenrechts

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Historisch betrachtet haben Kirchenrechtler einen grundlegenden Beitrag zur Entwicklung der weltweiten Rechtskulturen geleistet. In dem besonderen Bestreben, auf den Ruinen römischer Vorgänger eine neue, allerdings von christlichen Werten durchdrungene Rechtskultur aufzubauen, hat der Regulierungsdrang der Kirchenrechtler insbesondere in der Zeit zwischen der gregorianischen Reform und der nachtridentinischen Epoche in allen Lebensbereichen seine Spuren hinterlassen. Ihr Ziel war es, eine Rechtskultur zu schaffen, die hinreichend flexibel war, um dem Leben in all seiner Komplexität gerecht zu werden, und gleichzeitig streng genug, um den Frieden aufrechtzuerhalten. Sie wollten ein modernes Rechtssystem auf den Weg bringen, das das Zeug dazu hatte, Licht der Welt und Salz der Erde zu sein. Und sie hatten Erfolg. Im vorliegenden Beitrag sollen drei Themen erörtert werden, zu denen die Kanonisten der Welt etwas zu sagen hatten: Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, Mediation und Rechtsstreit und der Schutz der Menschenrechte.

JESUS HORTAL
Vom Konzil zum Codex von 1983. Brauchen wir eine neue Reform?

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Der Wunsch von Papst Johannes XXIII., eine Reform des Kirchenrechts auf den Weg zu bringen, die gleichsam eine Frucht des Zweiten Vatikanischen Konzils wäre, musste zwanzig Jahre auf seine konkrete Umsetzung warten. Der neue Kodex sollte die Theologie, genauer gesagt die Ekklesiologie des Konzils widerspiegeln. Wurde dieses Ziel erreicht? Der vorliegende Beitrag analysiert das Gelingen und das Scheitern dieses Versuchs sowohl, was die Systematik des neuen Gesetzeskorpus, als auch, was dessen Inhalt betrifft. Auf diese Weise zeigt er auf, wie wünschenswerte heute eine neuerliche Überarbeitung wäre – nicht nur, um die von Anfang an vorhandenen Schwächen zu korrigieren, sondern auch, um der Entwicklung der mehr als dreißig Jahre seit Inkrafttreten des neuen Kodex Rechnung zu tragen. Die legislative Aufgabe der Kirche ist im Jahr 1983 nicht an ihr Ende gelangt. Zahlreich sind inzwischen die Canones, die von den jüngsten Verfügungen betroffen sind. Es wäre an der Zeit, für eine neue Kodifizierung zu sorgen, die das gegenwärtige Leben der Kirche mit aufnimmt.

RIK TORFS
Die rechtliche Bedeutung des kanonischen Rechts

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

In diesem Beitrag soll begründet werden, dass sich durch die rechtliche Bedeutung des kanonischen Rechts ebenso der Primat von Rechtstexten in ihrer Anwendung zeigt wie auch deren Glaubwürdigkeit. Die inhaltlichen Diskussionspunkte ergeben sich insbesondere aus dem Bezug auf Kanon 915 des CIC von 1983. Diese sind ein Hinweis auf die Problematik, die dem derzeitigen kanonischen System innewohnt, und sie machen deutlich, wie wünschenswert eine Reform der kanonischen Regeln ist, wenn diese den Veränderungen unserer jetzigen Gesellschaft entsprechen sollen, der solche rechtlichen Grundsätze zugrundeliegen.

FELIX WILFRED
Die Theologie und das kanonische Recht: Ein gemeinsamer Weg

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

In diesem Beitrag geht es um die vielfältigen Dienste, welche die Theologie dem kanonischen Recht erweisen könnte. Sie könnte es davor bewahren, der Gesetzlichkeit und dem Rechtspositivismus anheimzufallen, indem sie an die Werte und Ideale erinnert, denen beide verpflichtet sind. Wenn die Theologie das kanonische Recht dabei unterstützt, die Zeichen der Zeit zu erkennen, könnte sie ihm dabei helfen, auf die gegenwärtigen Herausforderungen zu reagieren, vor die das Gottesvolk gestellt ist, und die Gefahr bannen, dass es veraltet. Auch könnte die Theologie im Kontext der Pluralität der Ortsgemeinden bei der Formulierung bestimmter Gesetze hilfreich sein, die den konkreten Situationen am besten entsprechen. Theologischer Klärungsbedarf besteht in der Frage, was göttliches Recht (ius divinum) und was kirchliches Recht ist, da die Grenzen zwischen beiden fließend sind. Wenn dem Gottesvolk heute wirkungsvoll gedient werden soll, ist das Gebot der Stunde ein ständiger Dialog zwischen Theologie und kanonischem Recht.

GEORGE NEDUNGATT SJ
Ökumene und die Reform des Kirchenrechts

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Damit die Ökumene Fortschritte macht, muss das Kirchenrecht der römisch-katholischen Kirche insbesondere im Hinblick auf die Rolle des Papstes als eines mit höchster Macht ausgestatteten monarchischen Herrschers reformiert werden. Zwar ist neben den ökumenischen Konzilien ein weiteres Organ erforderlich, das, wenn diese nicht tagen, die höchste Macht in der Kirche ausübt, und der Papst ist als Nachfolger des hl. Petrus hierzu sicherlich am besten geeignet. Doch die gegenwärtigen dogmatischen und kanonischen Aussagen des Katholizismus über die Rolle des Papstes sind für die anderen Kirchen inakzeptabel und daher reformbedürftig. Zwei weitere Bereiche, über deren Reformbedürftigkeit diskutiert wird, sind der priesterliche Zölibat und die Stellung der Frauen in der Kirche.

PETER G. KIRCHSCHLÄGER
Menschenrechte und Kirchenrecht

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Im Zuge einer Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zwischen den Menschenrechten und dem Kirchenrecht aus theologisch-ethischer Perspektive stellt sich erstens die Frage, warum überhaupt Menschenrechte für das Kirchenrecht von Relevanz sind. Das biblische und lehramtliche Fundament der Menschenrechte und die Erläuterung der universellen Geltung der Menschenrechte bilden die Antwort. Kirche und Theologie geben in ihrer Beschäftigung mit den Menschenrechten dem Kirchenrecht genügend Begründungen und konkrete Hinweise, wie sich das Kirchenrecht stärker der eigenen Lehre und der eigenen Theologie hinsichtlich des Umgangs mit den Menschenrechten angleichen kann. Auf dieser Basis werden zweitens die Menschenrechte als Referenzpunkt für das Kirchenrecht eingeführt. Drittens wird eine Menschenrechtshermeneutik für das Kirchenrecht entwickelt. Anschließend wird viertens das Kirchenrecht unter Anwendung dieser Menschenrechtshermeneutik und mit Hilfe der Menschenrechte als Referenzpunkt reflektiert. Dabei werden Potenziale und Herausforderungen im Kirchenrecht erschlossen.

SABINE DEMEL
Vom untergeordneten Mithelfen zum Mitwirken auf Augenhöhe. Die laienorientierte Umgestaltung der klerikerzentrierten Kirchenstruktur

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Laien sind nicht mehr der verlängerte Arm der Kleriker, sondern eigenständige Glieder der Kirche mit einer eigenen Berufung und Sendung, die als „Laienapostolat“ bezeichnet wird. Das lehrt die katholische Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und das hatte der Codex Iuris Canonici (CIC) von 1983 in die kanonistische Sprache zu übersetzen. Doch das Ergebnis dieses Übersetzungsprozesses ist unbefriedigend. Nach wie vor sind die Knotenpunkte des kirchlichen Lebens einseitig kleriker- bzw. priesterzentriert ausgestaltet ‒ angefangen bei der alleinigen Entscheidungskompetenz von Klerikern in kirchlichen Gremien über ihre Dominanz bei den kirchlichen Diensten und Ämtern bis hin zur ausschließlichen Zuständigkeit der Kleriker für die Besetzung zentraler Kirchenämter. Hier ist eine laienorientierte Umgestaltung dringend notwendig. Dazu sind die beiden Lehren vom gemeinsamen und besonderen Priestertum (Lumen Gentium 10) sowie über den Glaubenssinn aller Gläubigen (LG 12) explizit in das kirchliche Gesetzbuch aufzunehmen sowie mehr Ausübungs-, Mitsprache- und Mitbestimmungsrechte für Laien gesetzlich zu verankern.

HILDEGARD WARNINK
Das Motuproprio Mitis Iudex Dominus Iesus. Chancen, Herausforderungen und mögliche Fallstricke

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Am 15. August 2015 hat Papst Franziskus das Motuproprio Mitis iudex Dominus Iesus promulgiert und damit das kirchenrechtliche Verfahren für die Ehenichtigkeitserklärung »reformiert«. Durch die neue Regelung wird das Erfordernis einer zweiten Instanz abgeschafft und ein verkürztes Verfahren eingeführt, das in der Verantwortung des Ortsbischofs liegt. Der vorliegende Beitrag befasst sich mit einigen Aspekten des Motuproprios, um gewisse Aspekte herauszustellen, die in der Fachwelt wahrscheinlich weitere Überlegungen erforderlich machen werden. Da ich von der wesentlichen Bedeutung des Kirchenrechts im alltäglichen Leben unserer Kirche überzeugt bin, scheinen mir drei Aspekte wichtig zu sein: - dass alle an den Verfahren Beteiligten angemessen ausgebildet und die akademischen Grade in Kirchenrecht über jeden Zweifel erhaben sind; - dass alle christlichen Gläubigen gleich behandelt werden und rechtliche Stabilität herrscht; - dass klar zwischen pastoraler Sorge und rechtlichen Entscheidungen unterschieden wird.

VINCENZO MOSCA
Für eine Inkulturation des Kirchenrechts

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Dieser Artikel ist zwei Fragen gewidmet: Einerseits der Frage nach der Inkulturation des Kirchenrechts und andererseits der Frage nach der konkreten Weise, wie diese Inkulturation mittels der Entwicklung eines Partikularrechts verwirklicht werden kann. Die mehr als dreißigjährige Erfahrung der Anwendung des Codex Iuris Canonici von 1983 beweist, dass einige Organe, Behörden und Institutionen ihre Rolle bei der Entwicklung neuer partikularrechtlicher Normen, die den jeweiligen Kulturen, Orten, Situationen und Personengruppen besser angepasst sind, verstärken können und müssen. Gemeint sind hier die Bischofskonferenzen, die Diözesanbischöfe und die anderen örtlichen Ordinarien, die verschiedenen anderen Gruppierungen wie die Institute des geweihten Lebens, die Vereinigungen und Bewegungen, die innerhalb der kirchlichen Gemeinschaft aufgrund einer ihnen von Rechts wegen zustehenden Autonomie ihr Leben gestalten und sich einer eigenen Leitung erfreuen. Die Zukunft des Rechts der Kirche und der Reform ihrer Institutionen hängt davon ab, dass dem Partikularrecht mehr Raum und Aufmerksamkeit gewidmet wird, mit anderen Worten: seiner Inkulturation.

BURKHARD J. BERKMANN
Mehr Subsidiarität im Kirchenrecht. Bischofskonferenzen und Verwaltungsgerichte

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Das Subsidiaritätsprinzip ist ein Exporterfolg der katholischen Soziallehre. Die Kirche verlangt seine Einhaltung von den Staaten und Internationalen Organisation, aber hält sie sich auch selbst daran? Es war eines der Leitprinzipien bei der Reform des Kirchenrechts nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, doch später wurde seine innerkirchliche Anwendbarkeit zunehmend in Frage gestellt. Wenn man aber die Bedeutung der Gerechtigkeitsdimension im Kirchenrecht anerkennt, dann lässt sich das Subsidiaritätsprinzip leicht als Maßstab für die gerechte Verteilung von Kompetenzen verstehen. Die Dezentralisierungsbestrebungen unter Papst Franziskus verhelfen ihm nun zu neuem Aufschwung. Dennoch wurde es in der jüngeren Gesetzgebung nicht immer berücksichtigt. Ein Reformvorschlag liegt darin, den Bischofskonferenzen mehr Kompetenzen zu verleihen und den rechtlichen Status ihrer kontinentalen Verbände zu präzisieren. Damit würden die mittleren Ebenen zwischen dem Apostolischen Stuhl und den Diözesen aufgewertet. Ein anderer Reformvorschlag betrifft die Einrichtung dezentraler Verwaltungsgerichte zum Schutz der Rechte der einzelnen Gläubigen.

AL. ANDANG L . BINAWAN
Katholische interreligiöse Eheschließung in einem muslimischen Land

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Generell besteht der Eindruck, dass der Kodex des kanonischen Rechts von 1983 den Geist und die Lehren des Konzils erfolgreich in die Sprache des Kirchenrechts übertragen habe. Achtet man jedoch genauer auf das, was an der Basis auf der Mikroebene geschieht, fällt auf, dass der heutige Kodex in vielerlei Hinsicht unstimmig und unzulänglich ist. Der vorliegende Beitrag greift die Problematik der interreligiösen Eheschließung zwischen Katholiken und Muslimen heraus, die die Schwächen des Kodex beispielhaft sichtbar werden lässt. Inwieweit spiegeln die betreffenden Canones den Geist von Dignitatis humanae und Nostra aetate wider? Das ist eine ernstzunehmende Frage, die aufzeigt, dass die Canones zur interreligiösen Eheschließung einer Überprüfung und Neufassung im Geist des II. Vaticanums bedürfen.

ROBERT KAMANGALA KAMBA
Afrikanische Erwartungen an eine eventuelle Überarbeitung des Codex von 1983

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Der Codex des kanonischen Rechts will eine Gesamtzusammenstellung der breitgefächterten, bedürfnisorientierten Verhaltensnormen und Sanktionen der katholischen Kirche sein, die dazu bestimmt sind, das Gemeinwohl zu schützen und zu fördern; das sind zunächst die Heilsmittel, die hauptsächlich im Wort Gottes und den Sakramenten sowie in der gerechten kirchlichen Ordnung und dem friedlichen Zusammenleben der Gläubigen bestehen, und letztlich das Heil der Seelen. Es besteht aus Normen göttlichen Rechts, die sich nicht verändern, und aus Normen menschlichen Rechts, die entsprechend den Erfordernissen der Zeit und des Ortes der Veränderung unterworfen sind. An diese Normen menschlichen Rechts hat die afrikanische Kirche dringliche Erwartungen im Sinne von Grundprinzipien oder aktualisierten Normen im Hinblick auf ein Kirchenrecht, das dem christlichen Leben und der Liturgie, der strukturellen Organisation und dem Apostolat der Afrikaner Aufmerksamkeit zuteil werden lässt.

THEOLOGISCHES FORUM
JOHANN BAPTIST METZ
Gott in Zeit. Von der apokalyptischen Wurzel des Christentums
 
CARLOS MENDOZA-ÁLVAREZ
In memoriam Virgilio Elizondo (1935–2016), des Theologen der Freundschaft
 
REGINA AMMICHT QUINN
Nachdenken über Norbert Reck
 
REZENSIONEN
Helmut Finzel, Die Bischofssynode. Zwischen päpstlichem Primat und bischöflicher Kollegialität
Heribert Hallermann, Thomas Meckel, Sabrina Pfannkuche und Matthias Pulte (Hg.), Lebendige Kirche in neuen Strukturen. Herausforderungen und Chancen
Ludger Müller, Wilhelm Rees, Martin Krutzler (Hg.), Vermögen der Kirche – Vermögende Kirche? Beiträge zur Kirchenfinanzierung und kirchlichen Vermögensverwaltung

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